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Schaufenster

Mitglieder der kroatischen Mission tragen einen Beichtstuhl aus der Peterskapelle.

Ein konkretes Zeichen der Solidarität

18. Dezember 2017 Von: Marco Schmid

Ein Teil der Innenausstattung der Peterskapelle wird seit Kurzem in zwei bosnischen Kirchen genutzt. Das unerwartete Geschenk aus Luzern ist ein Zeichen der Solidarität und der Verbundenheit einer weltweiten Kirche.

Am 1. Oktober wurde die Peterskapelle feierlich für ein Jahr wegen Renovationsarbeiten geschlossen. Bereits zwei Tage später begannen Handwerker, die Innenausstattung der Kapelle sorgfältig zu demontieren. Gut zwei Monate vorher weilte der Bischof von Banja Luka (Bosnien), Franjo Komarica, in der Schweiz. Hier erfuhr er zufälligerweise, dass verschiedene Kirchenmöbel aus der Peterskapelle zu verschenken waren, weil sie durch neue Stücke ersetzt werden. Nach einer kurzen Besichtigung zeigte sich der Bischof sogleich interessiert und entschied, den Altar, die vier Beichtstühle, den Ambo und die Kirchenbänke für Kirchen in seiner Diözese zu übernehmen. Im letzten Bosnienkrieg wurden nämlich zahlreiche Gotteshäuser zerstört und konnten zum Teil bis heute wegen fehlender Finanzen nicht wieder vollständig aufgebaut werden.

Eine neue Heimat gefunden

Dank des freiwilligen Einsatzes zahlreicher Mitglieder der kroatischen Mission in Luzern, von denen nicht wenige familiäre Beziehungen zu Bosnien haben, konnten unkompliziert und schnell der Ausbau, die Beladung der beiden Sattelschlepper sowie alle Zoll- und Transportformalitäten erledigt werden. Viele Schaulustige beobachteten auf dem Kapellplatz den Auszug der Kirchenmöbel. Jemand meinte gar, dass damit «ein Stück Luzerner Geschichte zu Ende gehe». Und viele zeigten sich erfreut, dass für die Sachen eine neue Heimat gefunden werden konnte.

Folgt ein personeller Austausch?

Während nun der Innenraum der Peterskapelle im wahrsten Sinne des Wortes in «Schutt und Asche» liegt, haben die ehemaligen Möbel der «Chappele» bereits ihren Dienst in den beiden Pfarreien von Mrkonjić Grad und Liskovica aufgenommen. Pfarrer Darko Anušić ist voller Dankbarkeit und hocherfreut über das unerwartete Geschenk aus Luzern. Es ist ein konkretes Zeichen der Solidarität und der Verbundenheit einer weltweiten Kirche. Die Krönung wäre, wenn diesem materiellen auch ein personeller Austausch in Form einer Bosnienreise folgen würde. Sollte hierfür Interesse bestehen, kann man dies gerne dem Team der Citypastoral mitteilen.


Kontakt

citypastoral@kathluzern.ch

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