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Schaufenster

Am Ende der letzten Eucharistie vor der Renovation wurden der Altar abgeräumt und die Kerzen gelöscht.

OMEGA

11. Oktober 2017 Von: Andreas Rosar

Im Rahmen eines Festes unter dem Titel «omegaundalpha» ist die Peterskapelle am 1. Oktober zur etwa einjährigen Renovation feierlich geschlossen worden.

Luzerns älteste Kirche ist geschlossen. Aber nur, um nach etwa einem Jahr frisch renoviert für die Zukunft gerüstet zu sein.

Dieses einschneidende Ereignis in der weit über 800jährigen Geschichte des Gotteshauses an der weltberühmten Kapellbrücke wurde bereits in der vorangegangenen Woche durch eine Lichtinstallation des international tätigen Lichtkünstlers Stefan W. Knor zur biblischen Schöpfungsgeschichte unter dem Titel «abendundmorgen» angekündigt.

Am letzten Öffnungstag vor der grossen Sanierung, am Vortag des Festes des Stadtpatrons St. Leodegar, stand die «Chappele» dann noch einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Im Rahmen eines Festprogrammes unter dem Titel «omegaundalpha» wurde das Ende vor dem Neubeginn mit Konzerten, Vortragsveranstaltungen und Pantomime gefeiert.

Den Auftkat zum Festtag machte die Missione Cattolica di Lingua Italiana, die nach vielen Jahren ihre vorläufig letzte Messe in der Peterskapelle gefeiert hat, bevor dann ein Apéro südländische Stimmung in die Altstadt brachte.

Am Nachmittag begeisterte einmal mehr das Streichtrio Marta Peño, Mátyás Mézes, Olivér Mohácsi mit Johann Sebastian Bach. Bereits im Frühjahr bereicherten die jungen Künstler der Luzerner Musikhochschule die Mittagsimpulse «zwölfnachzwölf» immer wieder mit Auszügen aus dessen Goldberg-Variationen. Das Festkonzert bot nun die einmalige Gelegenheit, dieses Werk in einer Fassung für Streichtrio in seiner Gänze zu erleben.

Die Veranstaltung «Retrospektive und Perspektive» entführte in einem anschaulichen Vortrag von Stiftspropst Dr. Othmar Frei nicht nur kenntnisreich in die tiefe und weitverzweigte Geschichte der ältesten Luzerner Kirche, sondern wagte in einem Beitrag des Kirchenrates Herbert Mäder auch einen spannenden Blick in deren Zukunft. Tamilische und afrikanische Christen luden gemeinsam mit dem Team Citypastoral im Anschluss bei strahlender Herbstsonne und kleinen Delikatessen zu Begegnung und Austausch auf die Terrasse an der Reuss.

Ein Höhepunkt des Festprogrammes war «Jazz'n'Silence» - ein meditativer Wechsel von Jazzklängen der jungen Sängerin Noëmi Jufer und ihrer Band zu Momenten absoluter Stille, aus der heraus der international bekannte Pantomime JOMI biblische Szenen ganz ohne Worte entstehen liess. 

Den Übergang zum Start der Bauarbeiten bildete dann schliesslich eine stimmungsvolle nächtliche Festmesse mit musikalischer Umrahmung durch die jungen Streicher und Jazzmusiker der Hochschule für Musik, an deren Ende die Kerzen gelöscht, das Allerheiligste aus der Kirche getragen und das Portal verschlossen wurde.

Die Wiedereröffnung ist für Ende 2018 geplant.

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