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Angestrebte «Punktlandung» beim Budget 2018

6. Dezember 2017 Von: Urban Schwegler

Der Grosse Kirchenrat verabschiedete am Samichlaustag die Gesamtplanung 2018–2022. Der Voranschlag für das kommende Jahr sieht ein überschaubares Defizit vor.

Haupttraktandum der Wintersession des Grossen Kirchenrates, des dreissigköpfigen Parlaments der Katholischen Kirchgemeinde Luzern, war die Gesamtplanung für die kommenden vier Jahre. Diese umfasst den Aufgabenplan sowie den Finanz- und Investitionsplan von 2018 bis 2022. Das Paket wurde vom Rat einstimmig angenommen.

Stabile Finanzsituation

Das Budget 2018 rechnet für das Jahr 2018 mit einem Ertrag von 24‘122‘300 Franken. Demgegenüber stehen Ausgaben von 24‘255‘500 Franken. Das ergibt unter dem Strich einen Aufwandüberschuss von 133‘200 Franken. Kirchmeierin Sibylle Lehmann sprach von einem moderaten Defizit. «Wir planen sozusagen eine Punktlandung.»

Auch Grosskirchenrat Daniel Fischlin, Präsident der Controlling-Kommission, betonte die «stabile Situation» der Finanzen. Fischlin wies darauf hin, dass Erträge aus Investitionsobjekten zunehmend wichtig würden. Damit sollen in den kommenden Jahren zu erwartende Steuerrückgänge kompensiert werden. Eingesetzt werden sie zur Finanzierung kirchlicher Tätigkeiten. Zwei entsprechende Bauprojekte, die Wohnüberbauung Ausserschachen und das Quartierzentrum Wesemlin, sind derzeit in Planung. Die Planungskosten sind in der Investitionsrechnung 2018 ausgewiesen.

Angesichts der Entwicklung von Aufwänden und Erträgen drängte sich keine Anpassung des Steuerfusses auf. Dieser beträgt wie bisher 0.25 Einheiten.

«Mit den Menschen gehen» 

Weiter hat der Grosse Kirchenrat einstimmig das Dienstverhältnis mit Rafal Lupa als Pfarrer von St. Paul begründet. Rafal Lupa ist der Nachfolger von Leopold Kaiser und hat die Pfarrerstelle bereits Mitte September 2017 angetreten. Der 44-Jährige Pole und promovierte Theologe dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versicherte, dass er bereits gut in Luzern angekommen sei. Sein Ziel sei es, «dass sich alle in unserer Kirche wohl fühlen und niemand ausgeschlossen wird. Es ist meine Berufung, mit den Menschen im Quartier und darüber hinaus ein Stück Weg zu gehen, nicht über oder neben, sondern mit ihnen», so Lupa. 

Offene Jugendarbeit – Gute Partnerschaft mit der Stadt

Im zweiten, informellen Teil der Sitzung stellte Christian Vogt, Bereichsleiter Soziale Arbeit und Offene Jugendarbeit der Katholischen Kirche Stadt Luzern, die Offene Jugendarbeit vor. Diese ist im Gegensatz zur verbandlichen oder konfessionellen Jugendarbeit im wahrsten Sinne des Wortes offen. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren können die verschiedenen niederschwelligen Angebote ohne Mitgliedschaft oder irgendwelche Vorbedingungen in ihrer Freizeit nutzten.

Dafür stellt die Kirche Räume zur Verfügung: Derzeit in den Pfarreien St. Karl (Jugi), St. Paul (Bachstei), St. Johannes (Bunker) und St. Josef – Der MaiHof (Aktionsraum). Genutzt werden sie von alters- und geschlechtergetrennten Gruppen zu bestimmten Zeiten, an denen auch Jugendarbeitende der Kirche anwesend sind. Sie begleiten und unterstützen die Kinder und Jugendlichen, wenn sie das wünschen.

Die Katholische Kirche ist (auf dem Gebiet der Kirchgemeinde, ohne Littau und Reussbühl) eine von mehreren Partnern in der Offenen Jugendarbeit in der Stadt Luzern. «Wir sind mit den Quartierkräften breit vernetzt, sagt Christian Vogt und betont: „Nebst Schulen oder Quartiervereinen spielt die Zusammenarbeit mit der Quartierarbeit der Stadt eine tragende Rolle.» Das geltende Konzept über die Offene Jugendarbeit hält dazu fest: «In verschiedenen Quartieren werden Angebote für Kinder- und Jugendliche in Zusammenarbeit geleistet und Räume und Infrastruktur gemeinsam oder gegenseitig voneinander genutzt. Die Zusammenarbeit ist in einer Vereinbarung geregelt.»

Einen lebendigen Einblick in die Offene Jugendarbeit der Katholischen Kirche Stadt Luzern gibt der Kurzfilm «S’Jugi» von Aldo Gugolz (u.a. Rue de Blamage).

https://www.youtube.com/watch?v=8jQA2aiw7is

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