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Schaufenster

Doppelte Atemspende: Sängerinnen und Sänger der katholischen Kirchenchöre unterstützten am Auffahrtsgottesdienst zuerst die Matthäuskantorei. Dann spendeten sie ihren Atem für ein Kunstprojekt zum Reformationsjubiläum. Foto: Beat Hänni

Eines Geistes Kinder

30. Juni 2017 Von: Andreas Rosar

Bei den Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum dreht sich bei der Reformierten Kirche Luzern alles um das Thema «Atem». Unter der Leitung des Bereichs Citypastoral wurden sie dabei gleich in doppelter Hinsicht von Stadtluzerner Katholikinnen und Katholiken unterstützt.

Die Reformierte Kirche Luzern lenkt anlässlich des 500. Reformationsjubiläums mit einer Kunstinstallation den Blick auf den «Atem» ihrer Gemeindeglieder. Der Atem steht für Leben, und so fasst eine riesige «Atemwolke», die aus unzähligen von Christen aufgeblasenen Bällen gebildet wird, auf eindrückliche Weise die Lebendigkeit der reformierten Kirche in ein Bild, das im Laufe des Jahres an verschiedenen Kirchen als ein unübersehbares künstlerisches Glaubenszeugnis in den öffentlichen Raum hineinwirken wird. Der «Atem» ist seit alters her auch ein Bild für den Heiligen Geist, den Lebensatem Gottes, der die Gläubigen mit Gott und untereinander verbindet. Dieses Band verbindet alle Getauften – und macht somit nicht vor Konfessionsgrenzen halt, die in den vergangenen fünf Jahrhunderten oftmals mehr getrennt als verbunden haben.

Als Zeichen der unverbrüchlichen Verbundenheit aller Getauften im Heiligen Geist, von der auch das Zweite Vatikanische Konzil spricht, haben Sängerinnen und Sänger katholischer Kirchenchöre aus Luzern nun auf Einladung der Citypastoral mit einer «Atemspende» zu diesem Projekt beigetragen – und dies gleich doppelt!

Doppelte Atemspende

Am Ende des Auffahrtsgottesdienstes in der Matthäuskirche stimmten die Sängerinnen und Sänger in den Gesang ihrer reformierten Kolleginnen und Kollegen von der Matthäuskantorei ein, die unter der Leitung von Stephen Smith einen Choral aus Johann Sebastian Bachs «Himmelfahrtsoratorium» intonierten. Im Anschluss an den Gottesdienst konservierten Reformierte und Katholiken gemeinsam ihre Atemluft in den für die Kunstinstallation vorbereiteten Bällen.

Das Resultat dieser Kunstaktion kann von Ende Juni bis Mitte August an folgenden Kirchen in der Stadt Luzern betrachtet werden:

     

  • Samstag, 24. Juni bis Mittwoch, 5. Juli, Lukaskirche
  • Sonntag, 23. Juli bis Dienstag, 1. August, Matthäuskirche
  • Donnerstag, 3. bis Mittwoch, 16. August, Hofkirche
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Das Kunstwerk wird auf diese Weise nicht nur von der Lebendigkeit der reformierten Kirche 500 nach der Reformation zeugen, sondern zudem auch ein deutliches Zeichen einer Zukunft in ökumenischer Verbundenheit sein.

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