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Der Grosse Kirchenrat tagte im altehrwürdigen Ratssaal des Luzerner Rathauses.

Grosser Kirchenrat spricht Sonderkredit für Erneuerung der Peterskapelle

17. Mai 2017 Von: Urban Schwegler

Der Grosse Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Luzern tagte am 17. Mai im Luzerner Rathaus. Das Parlament stimmte einem Sonderkredit zur Erneuerung der Peterskapelle zu und verabschiedete den Jahresabschluss mit einem Plus von rund 1,2 Millionen Franken.

Als zentrales Geschäft lag dem Grossen Kirchenrat ein Sonderkredit für die Gesamtsanierung und Neugestaltung der Peterskapelle in der Luzerner Innenstatt zur Bewilligung vor. Um einen Eindruck vom Istzustand des historisch bedeutenden Kirchenraums zu erhalten, versammelte sich das Parlament noch vor der offiziellen Sitzung direkt in der Kapelle.

Anschliessend tagte der Grosse Kirchenrat im Luzerner Rathaus. Kirchenrat Herbert Mäder, Ressort Bau und Infrastruktur, präsentierte das Projekt „Passepartout“ zur Neugestaltung der Peterskapelle. Es stammt vom Luzerner Büro Durrer Architekten unter Mitarbeit von Spezialisten (Künstler, Restaurator, Lichttechniker) und ging als Siegerprojekt aus dem 2016 durchgeführten Architekturwettbewerb hervor. Die Wettbewerbsjury gab diesem Projekt den Vorzug, weil es „mit wenigen, sorgfältig bemessenen Massnahmen“ einen stimmigen Raum forme. Der Vorschlag ermögliche „die gewünschte Flexibilität der Nutzung“ als Raum der Stille, für Liturgie, Begegnung, Kunst oder öffentliche Veranstaltungen. Diese vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten schaffen eine verbesserte Ausgangslage für die City-Pastoral der Katholischen Kirche Stadt Luzern (siehe Kasten), die in der Peterskapelle nach deren Neugestaltung weiterhin ihre Basis haben wird. 

Auf den Wettbewerb folgte eine weitere Planungs- und Entwicklungsphase, in der das Projekt „Passepartout“ in Zusammenarbeit unter anderem mit der kantonalen Denkmalpflege und den künftigen Nutzern weiter verfeinert und angepasst wurde.

„Nach einer sorgfältigen und breit abgestützten Vorbereitung liegt nun ein überzeugendes Projekt vor“, zeigte sich Grosskirchenrätin Franziska Loretan Saladin überzeugt. Als Präsidentin der Arbeitsgruppe Nutzungskonzept hat sie das Projekt während der letzten Jahren eng begleitet. „Investitionen haben ihren Preis“, so Loretan, „doch damit wird die Peterskapelle für Generationen in neuem Glanz erstrahlen und neue Nutzungsmöglichkeiten werden erschlossen.“

Sonderkredit ohne Gegenstimme bewilligt

Der Grosse Kirchenrate bewilligte den Sonderkredit mit 26 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. Der Kredit fällt mit 4‘488‘500 Franken rund 1,5 Millionen höher aus als im Dezember 2016 kommuniziert. Die Gründe dafür liegen bei denkmalpflegerischen Herausforderungen, der anspruchsvollen Ausführung der Renovation sowie der Integration des City Pastoral-Konzepts in das Projekt. An den Kosten wird sich die kantonale Denkmalpflege mit schätzungsweise 400‘000 Franken beteiligen.

Als nächster Schritt folgt nun die Baueingabe, Baustart ist voraussichtlich Ende September 2017. Die Sanierung und Umgestaltung soll im Herbst 2018 abgeschlossen sein.

Erfreulicher Jahresabschluss

Die Jahresrechnung 2016 schliesst wesentlich besser ab als budgetiert. Anstatt eines Defizits von 138‘500 Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 1‘176‘866 Franken. Dies bei einem Ertrag von 24'9 Millionen und einem Aufwand von 23'7 Millionen. Dabei fiel vor allem der Ertrag höher aus als budgetiert (23'750'000 Franken). Der Mehrertrag ist zurückzuführen auf deutlich höhere Steuereinnahmen von juristischen Personen, die allerdings einmalig sind. Die Einnahmen bei den natürlichen Personen sind gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Der Ertragsüberschuss fliesst vollumfänglich in das Eigenkapital.

Neues Ratsmitglied vereidigt

Zu Beginn der Sitzung wurde Frau Elena Bressan als neues Ratsmitglied vereidigt. Sie ersetzt Bernhard Keller der infolge Wegzug aus dem Grossen Kirchenrat ausscheidet.


Sanierung und Neugestaltung der Peterskapelle – Das wird gemacht

Durch die Neugestaltung erhält die Peterskapelle im Innenbereich einen neuen Bodenbelag. Kürzere, mobile Holzbänke erlauben eine vielfältige Nutzung des Raumes. Der neue Zelebrationsaltar wird aus schwarzem und weissem Marmor bestehen und durch einen ebenfalls neuen Ambo ergänzt.

Verschiedene Einrichtungsgegenstände wie die Kreuzwegbilder oder die Rosenkranzmedaillons werden auf Augenhöhe neu angeordnet. Für die Marienstatue ist ein temporärer Standort vor dem rechten Seitenaltar vorgesehen. Die Seitenaltäre werden neu positioniert. Entfernt werden die Beichtstühle und das Brusttäfer an den Wänden.

Im hinteren Teil beherbergen drei Einbauten unterhalb der Empore unter anderem einen Besprechungs- und Besinnungsraum sowie einen Beichtstuhl und eine Nischenkapelle für die Pietà.

Für eine stimmige Beleuchtung des Raumes sorgen hauptsächlich vier an Laternen erinnernde Pendelleuchten.

Mit der Neugestaltung des Innenraums geht eine Sanierung der Gebäudehülle mit Dach und Fassade einher. Zudem wird die Gebäudetechnik sowie die sanitären Einrichtungen auf einen aktuellen Stand gebracht.

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