Katholische Kirche Stadt Luzern  /  Katholische Kirche Stadt Luzern  /  Schaufenster

Schaufenster

Die Schauspielerin Roswita Schilling (in der Mitte sitzend) las eindrücklich eine Auswahl von Gedichten der jüdischen Lyrikerin.

Viel Publikum bei der Vernissage zur Ausstellung über Rose Ausländer

20. Januar 2014 Von: Nicola Neider Ammann

Noch bis zum 16. Februar zeigt das Romerohaus Luzern die Ausstellung «Dennoch Rosen» zum Leben der jüdischen Lyrikerin Rose Ausländer. Sie gibt mit eindrücklichen, sehr schlichten Schwarz-Weiss-Bildern und vielen Gedichten einen Einblick in das Leben der bekannten jüdischen Dichterin.

Gemeinsam mit dem Bereich Migration/Integration der Katholischen Kirche Stadt Luzern lud das Romerohaus am vergangenen Freitag zur Vernissage der Ausstellung «Dennoch Rosen» über die jüdische Lyrikerin Rose Ausländer ein. Es kamen fast einhundert Besucherinnen und Besucher, das Foyer im Romerohaus war überfüllt. Die Ausstellung wurde konzipiert und erstellt von der Berliner Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum und von dessen Mitarbeiter, Jochen Schmidt, anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar eigens nach Luzern gebracht.

Er stellte dann auch zu Beginn der Vernissage in eindrücklichen Worten die Geschichte der Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum dar, eine Institution, die sich zu Beginn der 80er-Jahre unter dem Dach der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg als eine der wichtigsten Oppositionskräfte gegründet hat und bis in die heutige Zeit sehr aktiv ist. Die Idee geht zurück auf das Antikriegsmuseum in Berlin, welches bereits in den 20er-Jahren gegründet wurde, als Antwort auf die Schrecken des 1. Weltkriegs. 

Viele Kennerinnen und Kenner im Publikum

Herzstück der Vernissage war die Lesung von Gedichten von Rose Ausländer durch die bekannte Schauspielerin und Sprecherin Roswita Schilling, musikalisch umrahmt durch den Luzerner Oboisten Edwin Küttel. Mit grosser Aufmerksamkeit und Andacht folgte das Publikum den Gedichten und es war zu spüren, dass es im Publikum sehr viele Kennerinnen und Kenner der Gedichte hatte. 

Die Vernissage klang bei einem Apéro, vielen angeregten Gesprächen und Begegnungen und dem Betrachten der sehr schlichten und dadurch um so aussagekräftigeren Texten und Bildern der Ausstellung aus. 

Wie beliebt die Lyrikerin ist, zeigt auch die Tatsache, dass das Tagesseminar am 1. Februar mit der Germanistin Brigit Keller bereits über eine Woche vor dem Anmeldeschluss ausgebucht ist.

Öffnungszeiten der Ausstellung und weitere Veranstaltungen

Filmabend «Der Traum lebt mein Leben zu Ende» 
6. Feburar 2014, 19.30 Uhr
Offen für alle Interessierten

Ausstellung «Dennoch Rosen» 
Bis Sonntag, 16. Februar, täglich von 8.30-18.30 Uhr im Romerohaus
Der Eintritt ist frei.

Der Browser, den Sie benutzen, ist stark veraltet. Er besitzt bekannte Sicherheitsschwachstellen und bietet nur begrenzten Komfort. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser hier.