Katholische Kirche Stadt Luzern  /  Katholische Kirche Stadt Luzern  /  Schaufenster

Schaufenster

Diese Mitglieder wurden aus dem Grossen Kirchenrat verabschiedet (v.l.n.r.): Ute Studer, Martha Egli, Marius Fischer, Franziska Loretan, Erwin Bättig, André Zumthurm, Lis Bammert, Valentin Gmür, Werner Holdener, Alois Koller, Martin Zumbühl (Kirchenrat),

Sorge tragen zur Mitgliederbasis

16. Mai 2018 Von: Urban Schwegler

Der Grosse Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Luzern hat zum letzten Mal in der Amtsperiode 2014–2018 getagt. Er verabschiedete unter anderem die Jahresrechnung 2017 mit einem Defizit von 71'000 Franken.

Haupttraktandum der Sitzung des Parlaments der Katholischen Kirchgemeinde Luzern war die Berichterstattung 2017 mit der Jahresrechnung. Diese schliesst bei einem Aufwand von 23'760'000 Franken und einem Ertrag von 23'689'000 Franken leicht besser ab als veranschlagt. Unter dem Strich resultiert ein Minus von 71‘000 Franken anstatt der budgetierten 114‘000 Franken.

Steuererträge tiefer als erwartet

Kirchmeierin Sibylle Lehmann wies darauf hin, dass die Steuereinnahmen von natürlichen Personen um 500’000 Franken tiefer ausfielen als im Vorjahr. Dies aufgrund der Tatsache, dass die Anzahl Katholikinnen und Katholiken tendenziell abnimmt. (2017: 1,9 Prozent beziehungsweise 619 Personen weniger, davon 448 Austritte. Total 32'755 Kirchenmitglieder). „Wir müssen zu unseren Mitgliedern Sorge tragen“, sagte Lehmann. Damit nahm sie ausdrücklich Bezug auf ein Votum von Grosskirchenrat Markus Trüeb. Trüeb betonte die Notwendigkeit, dass die Kirche sich weiterhin gezielt für Jugendliche und junge Erwachsene engagieren müsse.

Auch bei den juristischen Personen gingen die Steuererträge zurück, im Vergleich zum Vorjahr um rund 700‘000 Franken. Allerdings waren die Einnahmen 2016 aufgrund einmaliger Steuernachträge ausserordentlich hoch. Die längerfristige Entwicklung der Steuereinnahmen bei den juristischen Personen von 2012 bis 2017 weist ein stetiges Wachstum von rund 4 Prozent auf.

Mit Blick auf die Finanzen wird die abnehmende Mitgliederbasis für die Kirchgemeinde eine der grössten Herausforderungen der nächsten Jahre darstellen. Darauf antworten will man gemäss Liegenschaftsstrategie des Kirchenrates mit der „Erschliessung weiterer Erträge aus dem Finanzvermögen“. Man käme aber auch nicht darum herum, „das Leistungsangebot zu überdenken“, wie Daniel Fischlin Präsident der Controllingkommission erwähnte.

Abstimmung mit der RKZ in Sachen Kirchenasyl

Zur Kenntnis nahm der Grosse Kirchenrat ein Grundlagenpapier zum Thema Kirchenasyl. Darin formuliert die Katholische Kirche Stadt Luzern ihre Haltung zu Fragen des Kirchenasyls mit dem Ziel, „für den konkreten Einzelfall vorbereitet zu sein und über eine konkrete Checkliste zu verfügen“, wie es heisst. Kirchenasyl, also die „zeitlich befristete Zuflucht und seelsorgerliche Begleitung in kirchlichen Räumen“, sei „immer ‚ultima ratio‘ und nur in besonderen Härtefällen in Erwägung zu ziehen, wenn alle anderen Schritte nicht erfolgreich waren“.

Auch die Römisch Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) hat ein Grundlagenpapier zum Thema Kirchenasyl vorbereitet, jedoch noch nicht abgesegnet. Auf diesem Hintergrund erteilte der Grosse Kirchenrat den Auftrag, die Grundsätze zum Kirchenasyl der Katholischen Kirche Stadt Luzern mit dem noch nicht ratifizierten Papier der RKZ abzustimmen. So bekomme dieses „wichtige Zeichen der Solidarität für benachteiligte Menschen“, wie Ratspräsident Thomas Bienz das Kirchenasyl nannte, noch mehr Gewicht.

Letzte Sitzung der Amtsperiode

Bei der letzten Sitzung des Kirchgemeindeparlaments in der Amtsperiode 2014 bis 2018 wurden folgende Mitglieder verabschiedet: Lis Bammert (im Rat seit 2005), Erwin Bättig (2010), Martha Egli (2014), Marius Fischer (2014), Rosalia Frongillo (2006), Valentin Gmür (2014), Werner Holdener (2010), Margrit Kobler (2010), Alois Koller (2002), Denise Korner (2010), Franziska Loretan (2006), Ute Studer (2006), Armando Wigger (2014), André Zumthurm (2014). Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Grossen Kirchenrats für die Amtsperiode 2014 bis 2018 findet am 27. Juni 2018 statt.

Verabschiedet wurde auch Martin Zumbühl. Der 64-jährige Jurist und Rechtsanwalt tritt per Ende Mai nach 16 Jahren aus dem Kirchenrat zurück. Zum Abschied wurden Zumbühls Worte zitiert: „Die Präsenz der Katholischen Kirche Stadt Luzern in der Gesellschaft ist das Wichtigste.“


Weitere Geschäfte

     

  • Der Grosse Kirchenrat begründete das Dienstverhältnis mit Thomas Lang als Pastoralraumleiter des Pastoralraums Luzern-Stadt per 1. August 2018.
  • Der Grosse Kirchenrat beschloss, das Postulat „Tätigkeiten des Kirchenrates für eine sichere Pensionskasse der Katholischen Kirchgemeinde Luzern“ als erledigt abzuschreiben. In der Beantwortung des Postulats wird festgehalten, dass die Pensionskasse auf einer „erfreulichen finanziellen Basis“ stehe.
  •  

Der Browser, den Sie benutzen, ist stark veraltet. Er besitzt bekannte Sicherheitsschwachstellen und bietet nur begrenzten Komfort. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser hier.