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Mutiger Fluchthelfer

28. Januar 2014 Von: Daniel Lay

Der St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger verhalf im Zweiten Weltkrieg Hunderten von jüdischen Flüchtlingen zur Flucht in die Schweiz. Dabei ignorierte er – angetrieben von seinem Glauben an das Recht auf Asyl – die offizielle Flüchtlingspolitik und wurde 1941 verurteilt.

Zu den späten Helden des Zweiten Weltkriegs gehört der 1972 verstorbene Sankt Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger. Er ignorierte die Verschärfung der offiziellen Flüchtlingspolitik und rettete so, auch nach dem August 1938, Hunderte von Juden, hauptsächlich österreichische. Sein Glaube an das Recht auf Asyl und seine Menschlichkeit zerstörten jedoch seine eigene Existenz. 1941 wurde Grüninger aus seinem Amt entlassen und gerichtlich verurteilt. Danach fand er jahrelang keine Arbeit. Erst 1996 wurde Grüninger rehabilitiert. Im Dokumentarfilm von Richard Dindo kommen ehemalige jüdische Emigrantinnen und Emigranten zu Wort, die seinerzeit von Grüninger gerettet wurden. Als Schauplatz dient das Bezirksgericht St. Gallen, wo Paul Grüninger im Oktober 1940 der Prozess gemacht wurde. Das Schweizer Fernsehen zeigt den Dokumentarfilm anlässlich des Kinostarts des Films «Akte Grüninger – Akte eines Grenzgängers» (siehe Trailer unten). Donnerstag, 6. Februar, SRF 1, 00:10, Grüningers Fall (CH:Filmszene)

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