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Franz von Assisi. Foto: Adelheid Weigl-Gosse, www.weigl-gosse.de, www.pfarrbriefservice.de

Gefügsamer Revolutionär: Franz von Assisi und die Kirche

17. Januar 2018 Von: Medientipp

Mit seinem Verhalten und seiner Lebensweise stellte sich Franz von Assisi immer wieder gegen die Kirche: Er lebte in Armut oder predigte vor den Tieren. Diese Ausgabe der Sendung «Wissen» geht der Frage nach, wie Franz von Assisi den Bruch mit der Kirche verhinderte.

Der Kaufmannssohn Francesco Bernardone gelobte 1207, fortan in Armut und nach dem Wortlaut des Evangeliums zu leben. Beides war der Kirche suspekt, weil es einer Anklage ihrer gar nicht frugalen Sitten gleichkam. Sie bekämpfte Armutsbewegungen und verbot Laien zu predigen. Franziskus jedoch predigte sogar für Pflanzen und Tieren – er sah in allen Kreaturen einen Ausdruck Gottes. Dem Vorwurf der Ketzerei entkam er nur, weil er sich der Kirche unterwarf. Der Bruderschaft, die sich um ihn bildete, schrieb er freilich Regeln vor, die dem Vatikan missfielen: Die «Minderen Brüder» oder Franziskaner sollten eine Gemeinschaft besitzloser Gleicher sein und von eigener Hände Arbeit und vom Betteln leben. Kein Wunder, dass der Papst von ihm die Niederschrift einer «entschärften» Ordensregel verlangte. Dennoch wurde Franziskus zwei Jahre nach seinem Tode heiliggesprochen.

Freitag, 19. Januar, SWR2, 08.30

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