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Demokratisch

Alle sollen mitwirken können

«Wir setzen uns ein für eine partnerschaftliche Kirche von gleichwertigen Menschen. Wir setzen uns für Veränderungen ein, die dem Leben in der Kirche dienen. Wir leben einen bewussten und überlegten Umgang mit Macht und Abhängigkeit. Wir wehren uns entschieden gegen die kirchlichen Strukturen, die Leben behindern oder verunmöglichen.» (Leitbild Katholische Kirche
Stadt Luzern)

Die katholische Kirche hat eine schwierige Geschichte mit der Demokratie. Im letzten Jahrhundert hat sie im so genannten «Antimodernismus» und im «Kulturkampf» gegen die Demokratie Stellung bezogen. Der Faschismus wurde von vielen Bischöfen in Italien begrüsst, wie auch deutsche Bischöfe erfreut waren über das Ende der Weimarer Republik. Eine kritische Würdigung der Demokratie findet sich erst in der Weihnachtsbotschaft des Jahres 1944 von Papst Pius XII. Diese zaghafte Anerkennung verstärkt sich mit Johannes XXIII., Paul VI. und Johannes Paul II. zur klaren Förderung demokratischer Bewegungen.

Innerhalb der weltweiten katholischen Kirche sind demokratische Elemente jedoch weiter selten. Die Kirche in der (deutschsprachigen) Schweiz bildet dabei einen Sonderfall. Das Genossenschaftswesen hat hier seit dem Mittelalter auch kirchlich Wurzeln geschlagen. Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger kommen gemeinsam für den Bau und Unterhalt der Kirche und für das Leben der Seelsorgenden auf, verwalten in einer Korporation die entsprechenden Mittel autonom und erhalten das Recht, ihre Pfarrer zu wählen. Daraus sind dann die Kirchgemeinden und die Kirchensteuern als Form der solidarischen Form der Kirchenfinanzierung entstanden. Den Rahmen für die Organisation von Religionsgemeinschaften, die öffentlich-rechtlich anerkannt werden wollen, stecken dabei die Kantone ab.

Zusammen planen und entscheiden

In der Katholischen Kirche Stadt Luzern haben die vom Bischof eingesetzten Verantwortlichen (Pastoralraumleiter, Pfarrer, Gemeindeleitende) und die demokratisch gewählten Vertreter/innen der Kirchgemeinde sich verpflichtet, alle strategischen Entscheide einvernehmlich zu fällen. Ein Ausdruck dieses gemeinsamen Vorgehens sind die Schwerpunkte der pastoralen Planung 2014 bis 2020, die sowohl pastoral-inhaltliche Fragen wie auch Infrastruktur und Finanzen ansprechen. In den Beratungsgremien in den Pfarreien (Pfarreiräte), in gemischten Kommissionen zu gesamtstädtischen Themen und durch die demokratischen Instrumente der Kirchgemeinde (vom Kirchgemeindeparlament bis zur Volksabstimmung) bestehen vielfältige Möglichkeiten der Mitsprache und Mitbestimmung.

Mehr Informationen

Detaillierte Informationen zu den Strukturen und Gremien der Katholischen Kirche Stadt Luzern finden sie unter «Über uns».

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