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Kirchliche Doppelstruktur

Zwei Strukturen - gemeinsame Ziele

Die demokratisch-föderalistische Tradition der Schweiz und die hierarchische Struktur der römisch-katholischen Weltkirche sind scheinbare Gegensätze. In der kirchlichen Doppelstruktur in der deutschsprachigen Schweiz gehen sie jedoch versöhnlich einher. Ein Modell, das sich bewährt hat, wie auch das Beispiel der Katholischen Kirche Stadt Luzern zeigt.

Die Organisation der Kirche in der (deutschsprachigen) Schweiz beruht seit dem Mittelalter auch auf dem Genossenschaftswesen. Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger kommen gemeinsam für den Bau und Unterhalt der Kirche und für den Lebensunterhalt der Seelsorgenden auf, verwalten in einer Korporation die entsprechenden Mittel autonom und erhalten das Recht, ihre Pfarrer zu wählen. Daraus sind dann die Kirchgemeinden und die Kirchensteuern als Form der solidarischen Kirchenfinanzierung entstanden. Den Rahmen für die Organisation von Religionsgemeinschaften stecken dabei die Kantone ab. Sie machen eine demokratische Organisation der Katholikinnen und Katholiken zur Voraussetzung für die öffentlich-rechtliche Anerkennung und das Recht, Kirchensteuern zu erheben (zum Beispiel in der Verfassung des Kantons Luzern, Artikel 79 und 80).

Die Führung der römisch-katholischen Weltkirche beruht auf einer relativen flachen Hierarchie: Papst - Bischof - Pfarrer. Nach den Grundsätzen des Kirchenrechts handelt es sich dabei um eine absolutistisch-monarchische Struktur. Im Bistum Basel (zu dem Luzern gehört) ist diese jedoch durch völkerrechtliche Vereinbarungen (Konkordat) ergänzt. So hat zum Beispiel das Domkapitel (bestehend aus Priestern aus allen Kantonen des Bistums) das Recht, den Bischof zu wählen, und Vertreter/innen der Regierungen der Kantonen haben das Recht, Kandidaten von der Wahlliste zu streichen.

Zusammen planen und entscheiden

In der Katholischen Kirche Stadt Luzern haben die vom Bischof eingesetzten Verantwortlichen (Pastoralraumleiter, Pfarrer, Gemeindeleitende) und die demokratisch gewählten Vertreter/innen der Kirchgemeinde sich verpflichtet, alle strategischen Entscheide einvernehmlich zu fällen. Ein Ausdruck dieses gemeinsamen Vorgehens sind die Schwerpunkte der pastoralen Planung 2014 bis 2020, die sowohl pastoral-inhaltliche Fragen wie auch Infrastruktur und Finanzen ansprechen. In den Beratungsgremien in den Pfarreien (Pfarreiräte), in gemischten Kommissionen zu gesamtstädtischen Themen und durch die demokratischen Instrumente der Kirchgemeinde (vom Kirchgemeindeparlament bis zur Volksabstimmung) bestehen vielfältige Möglichkeiten der Mitsprache und Mitbestimmung.

Kontakt

Hansruedi Kleiber

Mitglied Pastoralraumteam

hansruedi.kleiber@kathluzern.ch

Mehr Informationen

Weiterführende Informationen zu den Strukturen der Kirche in der Schweiz erhalten Sie auf der Website der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz.

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