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Rundgang

Sakristei

07 Sakristei

Die schräg an die Kirche angebaute 10 mal 20 Meter grosse Sakristei wurde 1668 fundamentiert und 1673 errichtet. Es handelt sich um einen festlichen Raum von besonderem künstlerischem Interesse. Die Stuckierung an den Wänden der Sakristei wurde 1675 von denselben Wessobrunner Künstlern unter der Leitung von Michael Schmutzer ausgeführt, die auch die in der Kirche stuckiert haben. Den künstlerischen Höhepunkt dieser Arbeit stellen die Schmalseiten dar: Denn hier wurden architektonische Elemente zu reinen Zierelementen umgedeutet. Die Stuckierung des Gewölbes dagegen erfolgte erst im Zug der Neustuckierung des Kirchengewölbes 1748. Durch den zeitlichen Abstand zwischen der Stuckierung der Wände und des Gewölbes kann man heute auf engstem Raum ganz unterschiedliche Stile sehen und miteinander vergleichen.

Die folgenden Ausstattungsgegenstände der Sakristei, deren Mobiliar aus der Bauzeit stammt, sind von besonderem Wert: An der Ostwand befindet sich ein Renaissance-Wandbrunnen aus Stein, der aus dem Ritterschen Palast (Jesuitenkollegium) stammt. Die beiden Schmalseiten ziert das Hochaltarretabel von 1591, das aus der zweiten, abgerissenen Jesuitenkirche stammt. An der Ostwand befinden sich die Aussenseiten der beiden Flügel, die Szenen aus der Passion Christi zeigen. Die Westwand zieren das Mittelstück des Hochaltars («Beschneidung Christi»), sowie seitlich dazu die Innenseiten der Altarflügel (Maria Immakulata, Mariä Krönung, Mariä Verkündigung und Jesus im Tempel). Alle Bilder stammen vom Luzerner Maler Hans Heinrich Wägmann. In der südlichen Längsseite befindet sich eine Nische mit dem Karl-Borromäus-Altar. Von besonderem künstlerischem Wert ist hier das in Scagliola-Technik - das heisst: durch die Verwendung von Intarsien - gefertigte Antependium (Verkleidung des Altarunterbaus): Es zeigt rote Akanthusranken auf einem schwarzen Grund, in den sich Blumen und Puten mischen. Das Altarblatt ist dem Heiligen Karl Borromäus gewidmet.

Die Sakristei kann auf Anfrage besichtigt werden.

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