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Schaufenster

Info-Anlass für Geflüchtete aus der Ukraine

14. April 2022 Von: Nicola Neider Ammann

Am Montag, 11. April luden die Kirchen der Stadt Luzern gemeinsam zu einem Info-Anlass für Geflüchtete Menschen aus der Ukraine ein. Es kamen viele Menschen, mit vielen Fragen.

Schon über 1'100 Menschen wurden im Kanton Luzern als Geflüchtete Menschen aus der Ukraine aufgenommen. Sie alle erhalten - wenn sie es wünschen - den sogenannten Schutzstatus S, dieser wurde zum ersten Mal aktiviert, nachdem er - durch den Kosovokrieg ausgelöst - Ende der 90er Jahre im Gesetz der Schweiz verankert wurde. 

Viele Fragen sind mit diesem neuen Status verbunden, die Menschen aus der Ukraine haben einen schwierigen Fluchtweg hinter sich, sie sorgen sich um ihre Familien, die in der Ukraine blieben, die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder. Die kantonalen Behörden sind bemüht, den unmittelbaren Bedürfnissen zu entsprechen und die Menschen unterzubringen und zu versorgen. Marianne Bachmann von der Dienststelle für Asyl- und Flüchtlingsfragen, beantwortete Fragen. 

Die gut 40 Menschen, die am Montag, 11. April in den Saal der Lukaskirche kamen, waren dann zunächst auch einfach nur sehr dankbar, dass sie nun in Sicherheit sind. Doch natürlich gibt es viele Fragen, die aus verschiedenen Gründen aktuell nicht immer beantwortet werden können. So möchten viele arbeiten, aber - auch wenn dies offiziell vom Status her sofort möglich wäre - gibt es dazu viele offene Fragen. Auch möchten manche den Kanton wechseln, weil sie woanders eine Stelle gefunden haben. Oder die Familie kam in zwei Etappen in die Schweiz, und möchte nur zusammen wohnen. Oder es geht um Zahnarzt-Behandlungen, oder eine kinderärztliche Behandlung. Die Sozialhilfe, die ihnen zusteht, ist - analog zu jenen, die eine vorläufige Aufnahme erhalten haben - deutlich niedriger, als die "normale" Sozialhilfe. So gibt es vieles, wo die Menschen dankbar sind, wenn sie irgendwo günstig einkaufen können, sie z.B. im Caritas Markt. Vor allem möchten sie Deutsch lernen, auch hier gibt es schon einige Deutschkurse, bald sollen diese auch vom Kanton finanziert werden. 

Es gibt sehr viel Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, viele möchten sich engagieren, auch wenn aktuell noch nicht immer klar ist, wo ein Freiwilligeneinsatz möglich ist. 

Viele Informationen finden sich neu unter folgender Website: www.hilfs-angebote-ukraine.stadtluzern.ch

Wer sich freiwillig engagieren möchte kann sich auch direkt beim Bereich Migration&Integration melden: migration.integration@kathluzern.ch  

 

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