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Schaufenster

VertreterInnen aller Religionen an der interreligiösen Friedensfeier vom 5. November 2015 im Zentrum Maiho

Stellungnahme der Luzerner Religionsgemeinschaften zu den aktuellen Herausforderungen

20. November 2015 Von: Nicola Neider Ammann

Die Teilnehmenden am jährlichen Begegnungstreffen der Religionsgemeinschaften in Luzern, welches am Donnerstag Abend, 19. November 2015 im Maria-Hilf-Schulhaus stattfand, haben eine Erklärung verabschiedet, mit dem sie auf die Terroranschläge in Paris reagieren. Der Text der Stellungnahme findet sich im Anhang. An dem Treffen nahmen 35 Personen aus sieben verschiedenen Religionsgemeinschaften teil, sie sind in der Stellungnahme aufgeführt. Das Treffen stand in einer Tradition des freundschaftlichen und bereichernden interreligiösen Dialogs, des Austausches und der Verständigung zwischen den verschiedenen in Luzern ansässigen Religionsgemeinschaften.

Stellungnahme der Teilnehmenden am Begegnungstreffen der Religionsgemeinschaften im Kanton Luzern Donnerstag, 19. November 2015, Aula Maria-Hilf-Schulhaus, Luzern

Leitungspersonen und weitere Mitglieder verschiedener Religionsgemeinschaften im Kanton Luzern haben sich heute zum jährlichen Begegnungstreffen der Religionsgemeinschaften getroffen. Das Thema war «Leid und Trost in den Religionen».

Mit dieser gemeinsamen Stellungnahme, die wir diskutiert und verabschiedet haben, äussern wir uns zu den aktuellen Herausforderungen und drücken die gemeinsame Sehnsucht nach Frieden und Respekt für jeden Menschen aus.

Wir sind tief betroffen vom Leid, das die Terrorangriffe in Paris angerichtet haben. Wir trauern um die unschuldigen Opfer und fühlen uns ihren Angehörigen und der ganzen Pariser Bevölkerung verbunden. Die politische Entwicklung der letzten Zeit beschäftigt uns alle.

Wir trauern in gleicher Weise um alle unschuldigen Opfer, die in den letzten Wochen und Monaten beim Terror in Syrien und anderen Ländern, aber auch auf der Flucht vor Krieg und Terror ums Leben gekommen sind. Mit ihren Angehörigen fühlen wir uns verbunden.

Jede religiös verbrämte Gewalt belastet das Verhältnis zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften schwer. Umso mehr bitten wir alle darum, in dieser schwierigen Situation keine pauschalen Schuldzuweisungen zu machen. Die Kriegslogik der Terroristen darf unsere Köpfe und Herzen nicht vergiften.

Als Religionsgemeinschaften im Kanton Luzern setzen wir seit Jahren immer wieder Zeichen der Verbundenheit und des gemeinschaftlichen Engagements für den Frieden. Vor kurzem wurde dies in der «Woche der Religionen» an verschiedenen Orten im Kanton Luzern lebendig und sichtbar.

Wir wollen heute mit klarem Kopf und offenen Herzen und über alle Religionsgrenzen hinweg zusammen stehen. Wir setzen uns gemeinsam für die Grundwerte der Gerechtigkeit, der Solidarität, des Friedens, der Freiheit und der Sicherheit für alle Menschen ein.

Lasst uns miteinander und mit allen Menschen guten Willens eine grosse Koalition der Menschlichkeit bilden.

Teilnehmende am Begegnungstreffen mit Leitungspersonen folgender Religionsgemeinschaften aus dem Kanton Luzern

     

  • Baha’i-Gemeinde

  • Christkatholische Kirche

  • Eritreisch-Orthodoxe Gemeinde

  • Hindu-Tamilische Gemeinschaft

  • Islamische Gemeinde

  • Jüdische Gemeinde Chabad

  • Reformierte Kirche

  • Römisch-katholische Kirche im Kanton Luzern

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Kontaktperson für die Medien: Nicola Neider Ammann, Leiterin Bereich Migration/Integration der Katholischen Kirche Stadt Luzern, 077 420 50 49, 041 229 99 22, nicola.neider@kathluzern.ch

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