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Schaufenster

Niemand sollte in solchen Bedingungen leben - Das neue Flüchtlingscamp auf Lesbos

Erschütternder Bericht über die Situation der Flüchtlinge auf Lesbos

15. Oktober 2020 Von: Nicola Neider Ammann

Dorothee Wilhelm erzählte in eindrücklicher Art und Weise über die Situation der Flüchtlinge auf Lesbos, die nach dem Brand des Lagers Moria weiter in katastrophalen Verhältnissen leben müssen.

Dorothee Wilhelm war vor Ort, als das alles zerstörende Feuer im Lager Moria auf Lesbos ausbrach. Hilflos mussten die Menschen anschauen, wie auch noch die wenige Habe, die sie nach der Flucht besassen ein Raub der Flammen wurde. Auch die so wichtigen Dokumente für ihr Asylverfahren verbrannten, so dass viele jetzt wieder bei null sind und das Asylverfahren neu durchlaufen müssen. Die ohnehin prekäre Situation dieser zu über 40% traumatisierten Menschen ist nun vollkommen hoffnungslos geworden. Und Europa und mit ihm die Schweiz schaut zu. Am Ende des Abends war allen Anwesenden klar: Es gibt nur eine Möglichkeit, um das Leid der ohnehin stark traumatisierten Flüchtlinge zu lindern: Die sofortige Evakuierung in Länder in Europa, besonders in jene, wo es Familienangehörige gibt. Der Aufbau eines neuen Lagers wird von allen, die vor Ort sind nur als superprovisorische vorübergehende Lösung angesehen. Schon stehen die Zelte, die hastig aufgebaut wurden und keine Böden haben, im Wasser. Die Lage des neuen Camps ist sehr exponiert an der Küste und dadurch Wind und Regen ausgesetzt. Die auf Lesbos tätigen Hilfsorganisationen versuchen zwar zum Teil, auch im neuen Camp ihre Dienste wieder neu aufzubauen, das sei aber eine reine Pflästerli-Politik. Wirklich helfen kann man dort nicht, da es an allem fehle, was es für ein auch nur annähernd menschenwürdiges Leben braucht. 

Allen, die etwas für die Evakuierung der Menschen von Lesbos tun möchten, können dies via die Website von Evakuieren jetzt tun:

https://evakuieren-jetzt.ch/kks/

Die Schweizer NGO One Happy Family hilft vor Ort, Spenden sind herzlich willkommen unter: 

CH23 0079 0016 9736 1524 7

BIC KBBECH22

One Happy Family, Bundesplazt 8, 3011 Bern

Zum Abend eingeladen hatten der Verein HelloWelcome und der Bereich Migration&Integration der katholischen Kirche Stadt Luzern sowie der Verein Sans-Papiers Luzern.

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