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Schaufenster

Rund 100 Singbegeisterte machten beim diesjährigen Singalong mit. Fotos: Kaspar Meier

Grosse Begeisterung beim 4. Luzerner Singalong mit Bachs Matthäuspassion

14. April 2022 Von: Ezia Frei Grob

Das 4. Singalong-Konzert fand am Palmsonntag, 10. April 2022 unter der Leitung von Ulrike Grosch, Initiantin der Mitsingkonzerte Luzern, in der Lukaskirche statt. Diesmal wurde die Matthäuspassion BWV 244 von J.S. Bach in einer gekürzten Version aufgeführt.

Organisiert wurde das Projekt vom Franziskanerchor und der Katholischen Kirche Stadt Luzern. Rund 100 Singbegeisterte aus dem Kanton Luzern und weiteren Teilen der Schweiz studierten selbstständig und an vorausgehenden Proben den Eingangs- und Schlusschor sowie die meisten Choräle der Passion ein. Neben dem ad-hoc-Singalongchor wirkten im Konzert das Collegium Vocale zu Franziskanern und das Basler Capricornus Consort mit. Die Solopartien sangen junge Luzerner Solistinnen und Solisten: Gabriela Glaus, Ursina Patzen, Remy Burnens, Andreas Schib und Serafin Heusser.

«Ruhe sanfte, sanfte ruh».

Die Matthäuspassion von Bach gilt als eines der bedeutendsten Musikwerke überhaupt und führt uns mitten ins Passionsgeschehen hinein. In dramatisch-packender Weise wird uns das Leiden und Sterben Jesu Christi in Rezitativen und Chören vermittelt, in den Arien die Gefühls- und Gedankenwelt der beteiligten Personen und die Choräle sind als Antwort der Gläubigen auf das Heilsgeschehen zu verstehen. Die beeindruckende stereophone Wirkung erreicht Bach durch die teilweise doppelchörige Anlage von Vokalsolisten, zwei Chören und zwei Orchestern. Die Passion beginnt mit einem dialogisch gestalteten und durch einen zusätzlichen Cantusfirmus-Chor ergänzten Klagegesang zwischen den «Töchtern Zion» - also dem Volk Gottes - und dem Volk der Gläubigen und endet mit dem tröstlichen Schlusschor «Ruhe sanfte, sanfte ruh». 

Ein besonderes musikalisches Erlebnis

Die gut zwei Stunden dauernde Aufführung zog alle Mitwirkenden und das Publikum in ihren Bann. Nach den vielen pandemiebedingten Einschränkungen war die Begeisterung spürbar, dieses eindrückliche Werk in so grosser Formation mitgestalten und mithören zu dürfen. Ein grosses Kompliment geht an das Collegium Vocale, das Capricornus Consort, an die Solistinnen und Solisten und an Ulrike Grosch, denen es gelungen ist, das vielschichtige Werk so überzeugend zu interpretieren. Auch die Sängerinnen und Sänger des Singalongchors haben mit ihrem Engagement zum Gelingen dieses Musikprojektes beigetragen. Das diesjährige Singalong-Konzert endete mit einem langanhaltenden Applaus mit Standing Ovation und bescherte uns allen ein besonderes musikalisches Erlebnis.

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