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Farbgestaltung

Gedanken zur farblichen Umgestaltung

Verantwortlich für die Farbstimmung im Inneren des Kirchenraumes ist die Vorherrschaft des unbehandelten Sichtbetons, der als helles oder dunkles «Grau» wahrgenommen wird. Damals kamen zwei Farbtöne zur Anwendung: Weinrot und Tannengrün. Im Originalzustand der Kirche war das Thema der Farbe mit dem Schatten verwandt und somit dem Sichtbeton unterstellt. Helligkeit und Farbigkeit konnten «am Rande» wahrgenommen werden.

Die eine Absicht des Eingriffs in den Kirchenraum verfolgt das farbliche Aufhellen von schattigen und dunklen Zonen, sofern sie plastisch durch Nischen oder Spalten erzeugt werden. Die andere nutzt das bereits vorhandene, eintretende Licht, indem die entsprechende Farbgebung darauf hinweist.

In der Altarzone existieren hoch oben versteckte Nischen mit wenig Fenstern. Diese sind in einem hellen Blau gestrichen, um die Kirche gegen den Himmel hin farblich zu öffnen. Weiter unten wird eine Art unterbrochener Balkon gut sichtbar. In diesen Nischen kommt ein dunkleres Blau zur Anwendung, dessen Farbton an die Tradition von gemalten Himmelsgewölben in abendländischen Kirchen anknüpft.

Die Nische oberhalb der Marienstatue ist in einem mittleren Blau bemalt, in Anlehnung an den Mantel der Maria, der den Himmel der Glaubensgemeinde symbolisiert.

Bei den Laternen gegenüber und komplementär zur Altarzone kommen warme Farbtöne zur Anwendung: tiefes Rot, Orange und warmes Rot. Die drei Farbtöne sind daher - im Unterschied zur Altarzone – nebeneinander platziert. Hoch oben in den Lichtlaternen und Nischen ist das vorhandene Tageslicht intensiv und lädt die warmen Farbtöne auf. Der graue Sichtbeton wird in den unteren, nicht bemalten Bereichen durch immaterielle Filmfarbe in verschiedene Rottöne getaucht – als strahlte rotes Licht von Aussen ins Innere der Kirche.

Die Farben aus den sechziger Jahren – das Weinrot und das Tannengrün – sind vollständig entfernt worden. Stattdessen sind neue Farbtöne aus der collection 01. monika kiss horvath © 2001 angewendet worden.

Text von Monika Kiss Horvath, Zürich

 

 

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