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Schaufenster

Der Gemälderestaurateur Marco Rebel gibt Auskunft.

«Es war wie an Weihnachten, wenn man Päckli auspackt»

6. Dezember 2018 Von: Daniel Lay

Länger als ein Jahr war die Peterskapelle wegen Renovationsarbeiten geschlossen. Am kommenden Wochenende wird sie nun wiederöffnet. Am Handwerkerfest zum Ende der Bauarbeiten haben sich verschiedene Handwerker zu den Renovationsarbeiten geäussert.

Der neue Boden, der hellere Gesamteindruck durch die gereinigten Wände und Stuckaturen, die mobilen Bänke, die Neugestaltung des hinteren Teils der Kapelle: Einige der Renovationsarbeiten, die im vergangenen in der geschlossenen Peterskapelle ausgeführt wurden, sind augenfällig. Andere dagegen sind weniger offensichtlich, waren aber trotzdem nötig und wichtig. Oder es ist für den Laien nicht erkennbar, wo genau die Schwierigkeiten bei einer bestimmten Rennovationsarbeit lagen. Darum haben Marco Schmid (Interviews) und Lucas Ackermann (Kamera) am traditionellen Handwerkerfest zum Ende der Bauarbeiten die beteiligten Handwerker zu Wort kommen lassen.

Persönlicher Bezug zur Peterskapelle

Eindrücklich ist etwa, was der Gemälderestaurateur Marco Rebel von seiner Arbeit an den Hochaltarbildern erzählt: «Man hatte schwarze Hände, wenn man die Bilder anfasste. Es hatte sich eine dicke Schicht Russ auf den Bildern abgelagert.» Der Restaurationsprozess, bei dem die Farbschichten gesichert wurden, hielt so manche Überraschung unter den Russschichten bereit: «Es war wie an Weihnachten, wenn man Päckli auspackt», fasst Rebel seine Arbeit zusammen. Mit «Auspacken» hatte im weitesten Sinn auch die Arbeit von Antonio Pungitore zu tun. Der Stuckateur hatte nämlich die innere Raumschale bis auf die Originalsubstanz zu reduzieren. Neben dem Schmutz mussten dabei auch diverse alte Farbschichten entfernt werden, was gerade bei den vielen verschnörkelten Verzierungen an den Decken und Wänden nicht sehr einfach war. Diesen Zusatzaufwand nahm Pungitore aber gerne auf sich, da er einen persönlichen Bezug zur Peterskapelle hat: Als er vor vielen Jahren als Immigrant in die Schweiz kam, fand er in der Peterskapelle ein Stück Heimat. Denn die katholische Italiener-Mission feierte und feiert regelmässig Gottesdienste in der Peterskapelle.

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