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Schaufenster

«Der Tempel Gottes ist wieder hergestellt», Inschrift über dem Eingang der Peterskapelle. Foto: Florian Flohr

Geschichte erleben und schreiben

6. Dezember 2018 Von: Florian Flohr

1178–2018: Seit der ersten urkundlichen Erwähnung bis in die Gegenwart gehört die Peterskapelle zur Stadt Luzern und ihrer Geschichte. In der Spannung zwischen Traditionen und Erneuerung wird der spezielle Raum zwischen Reuss und Kapellplatz nach der Renovation wieder verschiedenste Menschen empfangen.

Die Peterskapelle wurde von Beginn an als «Leutkirche», also Kirche für die Leute verstanden – in Abgrenzung zur Hofkirche, die Klosterkirche war und damals ausserhalb des Siedlungsgebietes lag. Mitten im städtischen Leben, dort, wo Schiffe anlegten, Waren gehandelt und umgeschlagen wurden und ringsum belebte Gasthäuser angesiedelt waren, stand der Kirchenraum. Der Turm diente auch als Feuerwachlokal. Die Glocken signalisierten Arbeitsbeginn und Feierabend und kündeten von wichtigen Ereignissen – leider auch Hexenverbrennungen… Bürgerversammlungen und Verlosungen, Theatervorbereitungen und Empfänge spielten sich ebenso in der Kapelle ab wie Messen und Andachten.

Im Herzen des Stadtlebens

Was bedeutet es heute, mitten in der Stadt Kirche zu sein und die gute Nachricht des Jesus von Nazareth ins Spiel zu bringen? Welche Möglichkeiten muss ein Kirchenraum dafür bieten? Die Katholische Kirche Stadt Luzern hat sich in verschiedenen Gefässen (unter anderem der Gruppe «Transformation Kirchenraum») und im Dialog mit der Denkmalpflege und Fachleuten aus Theologie und Architektur intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt.

Dabei ist kein fertiges Konzept entstanden; vielmehr wurden Perspektiven aufgezeigt und Freiräume eröffnet, die in das Projekt der Sanierung und Neugestaltung der Peterskapelle eingeflossen sind. Drei Beispiele:

       

    • Statt fest verbauter gibt es mobile Kirchenbänke, die verschiedene Raumkonstellationen zulassen.
    • Erstmals gewährt ein Fenster auf Augenhöhe direkten Einblick vom Platz in den Kirchenraum.
    • Das «Studiolo» im hinteren Teil der Kapelle bietet einen Rückzugsraum für Lektüre und Gespräch.
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Öffentlicher Ort – offenes Programm

Interessierte, Nachbarinnen und Passanten, Marktkunden und Pendlerinnen, Kulturschaffende und politisch Engagierte, spirituell Verortete und Zweifelnde sind eingeladen, die Peterskapelle für sich zu entdecken und zu nutzen. Das Team der Peterskapelle freut sich über spontane Besuche, Anfragen und Ideen, Kritik und Initiativen.

Tagsüber wird die Kapelle als Ort der Ruhe und Besinnung, des Gebets und der liturgischen Feiern offen stehen (von 8 bis 18.30 Uhr). Am Abend sind unterschiedliche Formen von Begegnungen, kulturellen, sozialen und erwachsenenbildnerischen Anlässen möglich und erwünscht. Dafür hält das Team Freiräume offen. Erste Projekte in der Umbauphase und viele Kontakte sind vielversprechend. Dialog auf Augenhöhe und Toleranz bleiben zentral.

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