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Schaufenster

«zusammen am Tisch sitzen»

31. Januar 2019 Von: Florian Flohr

Tische, um die sich Menschen versammeln, gehören zum Alltag – und zugleich in das Zentrum christlichen Lebens.

Das ist kein Zufall. Christliches Leben findet mitten im Alltag statt. Wie wir uns entscheiden, wie wir Menschen begegnen, was wir mit der Natur anfangen, welche Haltung wir zu gesellschaftlichen Themen einnehmen: Daran sollte die Beziehung zu den Geschichten, Gleichnissen und Zeichenhandlungen des Jesus aus Nazareth ablesbar sein.

Auf Augenhöhe sitzen

Jesus hat gerne und viel mit den unterschiedlichsten Menschen an einem Tisch gesessen (beziehungsweise gemäss damaliger Gewohnheit gelegen). Ihm war wichtig, dass alle eingeladen waren und keine Unterschiede nach Rang und Namen gemacht wurden. Seine Haltung zu Leben und Tod verdichtet er in einem letzten Essen mit seinen Vertrauten.

In den meisten Kirchen stehen einige Menschen an einem grossen Steinblock und wenden sich zu anderen Menschen hin, die in Konzertbestuhlung beziehungsweise Bankreihen stehen oder sitzen. Da sind die Praxis Jesu und der Ursprung des Abendmahls kaum noch erkennbar. Es wird ein Habitus eingeübt, der wenig mit Tischgemeinschaft zu tun hat.

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Deshalb erscheint es dem Team der Peterskapelle wichtig, gerade im Kirchenraum an Tische einzuladen. Miteinander diskutieren, einander erzählen, auf Augenhöhe um Lösungen für wichtige Fragen ringen, Essen und Trinken nicht als selbstbezogene Nahrungsaufnahme praktizieren, sondern als verbindende und befreiende Kraft erfahren – dafür steht der Tisch.

Und hoffentlich gibt es dann auch Früchte zu ernten: intensiver Dialog, besseres gegenseitiges Verständnis, tragfähige Verbindungen, neue Ideen, interessante Projekte und die Überwindung von lebensfeindlichen Grenzen.

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