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Schaufenster

«Biblia Hebraica Stuttgartensia»

9. Juli 2020

Unsere «Bibel des Monats» - den Juli über im «Studiolo» zu sehen. Lesen Sie hier eine Hinführung des Luzerner Theologen und Bibelwissenschaftlers Winfried Bader.

Unsere «Bibel des Monats» Juli 2020:

Biblia Hebraica Stuttgartensia, editio funditus renovata, ediderunt K. Elliger et W. Rudolph, Stuttgart vierte verbesserte Auflage 1990. Erste Auflage 1967.

Die Biblia Hebraica Stuttgartensia (abgekürzt BHS) ist eine diplomatische Ausgabe des sogenannten «Masoretischen Textes» der Hebräischen Bibel auf der Grundlage des Codex Leningradensis (Handschrift L) mit masoretischen Randnoten und textkritischem Apparat. Sie wird von der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart herausgegeben - daher der Name «Stuttgartensia».

Das christliche Alte Testament, dass sich die Christ*innen in weiten Teilen mit den jüdischen Glaubensgeschwistern teilen, ist zum grössten Teil in hebräischer Sprache verfasst. Diese hebräische Bibel ist die Heilige Schrift des Judentums und gleichzeitig integraler Bestandteil jeder christlichen Bibel. Dieses «Original» ist Basis für Übersetzungen in andere Sprachen, im Altertum ins Griechische und Lateinische, und bis heute – so hat es der Weltbund der Bibelgesellschaften festgelegt – muss eine christliche Bibel genau von diesem hebräischen Text in dieser Druckausgabe der BHS übersetzt werden.

Die Ausgabe der BHS wurde Anfang der 1960er von Bibelwissenschaftlerinnen weltweit erarbeitet. Sie gibt den Text des Codex Leningradensis – eine vollständige Handschrift der hebräischen Bibel aus dem Jahre 1008 n. Chr. – wieder. Unterhalb des eigentlichen Texts findet sich der sogenannte «kritische Apparat». Dort haben die Wissenschaftler*innen verzeichnet, wenn es zu einzelnen Stellen in anderen Handschriften abweichende Lesarten gibt. Am Rand sind in kleiner Schrift die Randbemerkungen des Codex wiedergegeben. Jüdische Gelehrte haben durch diese Randbemerkungen den Text gesichert und Hinweise auf Lesevarianten gegeben.

Für die Drucklegung der BHS in den 60er Jahren – damals noch im Bleisatz – musste der Setzer eigens Hebräisch lernen. Die Druckplatten wurden aufbewahrt, so dass sie für neue Druckläufe verwendet werden konnten. Kleine Fehlerkorrekturen waren in den Druckplatten möglich.

Die gezeigte Ausgabe ist ein verkleinerter, photomechanisch erstellter Nachdruck von 1990.

Eine ausführliche Beschreibung zur Geschichte des Texts finden Sie im anhängenden PDF. 

Führungen und Events zur Luzerner Bibelsammlung auf Anfrage

Die gezeigte Bibelausgabe ist Teil der Bibelsammlung von Winfried Bader im Pfarrhaus der Luzerner Franziskanerkirche, Franziskanerplatz 1.
Eine Besichtigung der Bibelsammlung für einzelne oder kleine Gruppen ist auf Anfrage möglich.
Für Gruppen von 4-8 Personen wird auf Anfrage auch ein Event «Whisky&Bible» angeboten.

Auskünfte zu Besichtigung und Event per Email: winfried.bader@kathluzern.ch

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