• Peterskapelle
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Schaufenster

Marco Schmid prüft die luftige Kapelle in der Kapelle.

«hüpfende Seelen»

1. Oktober 2019

Mitten in der Peterskapelle steht plötzlich eine weitere Kapelle – eine Kapelle aus Luft und weissen, halbtransparenten Plastikplanen, viereinhalb mal viereinhalb mal viereinhalb Meter. Geschaffen hat den «bouncy cube» die Luzerner Künstlerin Mahtola Wittmer. Sie und das Team der Peterskapelle staunen, wie gut sich das moderne Kunstobjekt in die älteste Kirche Luzerns einfügte.

Die Kunstaktion kommt auch bei den Menschen in der Kapelle erstaunlich gut an. Zunächst sind die meisten etwas schüchtern, wenn sie eingeladen werden, in der Kirche zu hüpfen – ausser den Kindern natürlich. Aber bald wird spürbar, dass Hüpfen nicht nur eine körperliche, sondern auch eine spirituelle Lockerungsübung ist. Eine Mutter, die zu ihren zwei Kindern in den Hüpfwürfel ging, drückt es so aus: «Das war jetzt wie ein Gebet.» Florian Flohr vom Team antwortet: «Nein, das war ein Gebet.» Ein paar Kinder meinten zu Marco Schmid, dem Initianten des Projekts: «Beim Hüpfen fliegen die Sünden nur so davon…»

Ein singender Chor, Siebenjährige und Siebzigjährige, Künstler/innen und Passanten/innen – viele liessen sich von der Kapelle aus Luft ansprechen. So wurde das konkret, was die Kunstwissenschafterin Andrea Nyffeler an der Vernissage gewünscht hatte: «Mit der Präsentation zeitgenössischer Kunst in diesem Rahmen treffen zwei Welten aufeinander, die idealerweise einen Dialog eröffnen: Einerseits nimmt das Kunstwerk thematisch, historisch, architektonisch oder ästhetisch Bezug auf den gegebenen Raum, andererseits erhält der Sakralraum durch die Kunst neue Akzente und wird dadurch neu wahrnehmbar.»

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