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Schaufenster

«ranggä, ruglä, rodä»

1. Juli 2019

Zeitgenössische Musik und Jodeln – passt das zusammen? Das «Tätsch-Trio» wagt den Spagat zwischen Überlieferung und Neuentdeckung.

Die Jodeltechnik birgt eine grosse Zahl an unterscheidlichen Stimmungen und Regungen. Im Grenzbereich zwischen Sprache und Lauten entsteht eine eigene Ausdrucksform.

Moderne Glossolalie

Bereits im biblischen Umfeld ist von solchen Grenzerfahrungen die Rede - Paulus nennt das Phänomen in Korinth «Glossolalie», auf Deutsch so etwas wie «Zungenrede». Es geht um intensive, nicht an sprachliche und logische Strukturen gebundene Äusserungen von Menschen, in denen ihr Innerstes spürbar wird.
Der Obwaldner Komponiost Christoph Blum – der auch regelmässig den Mittagsimpuls «zwölfnachzwölf» mitgestaltet – umschreibt die Intention des Trios so: «Wir möchten die versteckten Konturen und die verdeckten Schichten des Überlieferten freilegen. Gelegentlich muss man besonders unscharf hinhören, damit die Tradition erkennbar wird. Aber sie ist immer da, mal deutlich, mal verschleiert und stets verschmolzen mit ihrem Umriss.»

Alt oder neu?

Blum ist offen für die Wirkung des Jodelns: «Wir versuchen jodelnd, singend, juuzend und trällernd, krächzend, schnaufend und zirpend mit neuen Ausdrucksweisen alte Geschichten zu erzählen. Oder doch mit alten Ausdrucksweisen neue Geschichten?»


«ranggä ruglä rodä»

Konzert des «Tätsch-Trios»: Christoph Blum (Gesang, Bass, Örgeli, Komposition), Melanie Dörig (Gesang, Perkussion) und Johanna Schaub (Gesang, Cello).

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