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Schaufenster

«Bibel des Monats»: Münchner Neues Testament

18. Oktober 2021 Von: Winfried Bader

Was steht wirklich im Originaltext der Bibel? Diese Frage beschäftigt oft Menschen, die selbst die Originalsprachen Griechisch und Hebräisch nicht lesen können. Darauf eine Antwort zu finden, hilft das Münchener Neue Testament.

Die Übersetzung des Münchener Neuen Testaments hat Studierende und auch sogenannte interessierte Laien im Blick, die des Griechischen nicht oder nicht genügend mächtig sind, um selbst gewinnbringend in der Originalsprache zu lesen. So soll das «Münchner Neue Testament» ein Basistext sein, der dieses Manko der fehlenden Sprachkenntnisse ausgleicht. Die Übersetzung belässt dem griechischen Original seine Ecken und Kanten. So schafft es Verfremdung der oft bekannten Texte, erregt Aufmerksamkeit und stiftet zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem Text an.

Welche Eigenart hat die Übersetzung?

Das «Münchener Neue Testament» ist eine experimentelle Studienübersetzung. Sie belässt viele Eigenheiten des Griechischen, seine Wortstellung, besondere Wortzusammensetzungen, die Eigenarten der griechischen Satzkonstruktionen stehen. So ist die Leser*in sehr eng dem Griechischen auf der Spur, kann fast Wort für Wort erkennen, was der griechische Text bietet. Das regt an zum Nachdenken und zum Vergleichen mit den «glatten» interpretierenden Übersetzungen.

Wie ist die Übersetzung zu beurteilen?

Die Übersetzung zu benutzen braucht viel Engagement. Doch genau das ist beabsichtigt. Auf diese Weise werden oft übersehene Textdimensionen wahrgenommen, die alten Lesegewohnheiten werden irritiert. Sie regt zu neuem Hören an und vertieft die Auseinandersetzung.

Allerding werden die Lesenden mit Problemen allein gelassen. Beginnt man, des Griechischen unkundig, bei ungewöhnlichen Phänomenen weitreichende Schlüsse zu ziehen, so können diese fehl gehen. Denn die Übersetzung könnte schlicht eine «gewöhnliche» Eigenheit des Griechischen geboten haben. So sollte die Übersetzung immer mit einer anderen Übersetzung oder einem biblischen Kommentar daneben genutzt werden.

Winfried Bader

 Die im Studiolo der Peterskapelle gezeigte Bibelausgabe ist Teil der Bibelsammlung von Winfried Bader im Pfarrhaus der Franziskanerkirche, Franziskanerplatz 1.
Eine Besichtigung der Bibelsammlung für einzelne oder kleine Gruppen auf Anfrage.
Für Gruppen von 4-8 Personen wird auf Anfrage auch ein Event «Whisky&Bible» angeboten.

Auskünfte zu Besichtigung und Event per Email: winfried.bader@kathluzern.ch

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