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Schaufenster

Schafe betrachten die Krippe im Garten Foto: Claudia Corbino

Ohne «Glanz und Gloria»…

15. Dezember 2021 Von: Andreas Stalder

Die wirkliche Weihnachtsgeschichte fand unter be-schwerlichsten Umständen statt. Was kann sie uns damit vermitteln?

Bestimmt kennen Sie die Weihnachtsgeschichte gut. Kinder stellen sie in Krippenspielen sehr herzig dar. Doch so lieblich, wie diese Geschichte im Schein der Kerzen und Laternen erzählt wird, wird sie wohl doch nicht stattgefunden haben.

Beschwerliche Wege

Stellen Sie sich Josef und Maria vor. Sie haben erfahren, dass Kaiser Augustus wegen einer Steuerliste eine Volkszählung durchführt und alle sich in ihrem Heimatort eintragen müssen. Bei Josef war dies Bethlehem. Wissen Sie, wie weit es von Nazareth bis Bethlehem ist? Die Distanz beträgt 174 Kilometer. Das ist soweit wie von Luzern nach Lugano oder von Luzern nach Davos. Damals waren die Wege holprig und gefährlich. Welche STRAPAZE! Maria war hochschwanger.

Keine Unterkunft

Im Lukasevangelium wird uns berichtet, dass Josef und Maria in Bethlehem keine Unterkunft fanden. Vielleicht hatte Maria bereits die ersten Wehen, und lieblos wurden die beiden abgewiesen. «Sorry, suchen Sie bitte woanders!» Zum Glück hatte jemand ein wenig Mitleid mit den beiden, und so fanden sie Schutz in einer Höhle oder in einem Stall. Eine Geburt würde man sich anders wünschen. Jesus kam unter erbärmlichsten Umständen zur Welt. Keine Hebamme / kein fliessendes Wasser / keine Hygiene. Bemerkenswert ist, dass Gott diese Heils-Botschaft zuerst den Randgruppen (Hirten und Sterndeuter als nichtjüdische Ausländer) offenbart hat.

Vertrauen trotz endloser Strapazen…

Die Weihnachtsgeschichte hört nicht mit der Geburt von Jesus auf. Die Strapazen gehen weiter. Im Matthäusevangelium steht, dass Josef ein Engel im Traum erschien. Dieser befahl ihm, mit Maria und Jesus nach Ägypten zu fliehen, da Herodes das Kind töten wolle. Ist Ihnen bewusst, dass die heilige Familie Flüchtlinge waren?

Für mich zeigt diese Weihnachtsgeschichte, dass Gott nicht nur im «Glanz und Gloria» zu finden ist, sondern, dass wir auf Gottes Kraft vertrauen dürfen, wenn uns das Leben Not und Verzweiflung bringt.

Ich wünsche Ihnen eine gute, besinnliche Weihnachtszeit.

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