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Schaufenster

Was uns blüht …

9. April 2020 Von: Fabienne Eichmann

In einer internen Feier hat das Pastoralteam von St. Anton • St. Michael - mit gebotener Distanz - die Osterkerze entzündet und die Heimosterkerzen gesegnet. Wir wünschen: Frohe Ostern!

In unseren Kirchen und Kapellen sitzt jemand. 
Ganz allein. In einer menschenleeren Kirche.
Es ist Ostern. Es blüht.

Wissen wir, was uns blüht im Leben?Dieses Jahr feiern wir Ostern ungewohnt anders. Statt im grossen Gemeinschaftskreis, verbringen viele Menschen die Festtage heuer allein. „Social Distancing“ ist geboten, um der Ausbreitung des Covid-19-Virus Einhalt zu gebieten. Pfarreianlässe und Gottesdienste finden deshalb zurzeit keine statt.

Doch Ostern findet statt! Der Auferstandene würde sogar bei Ausgehverbot zu den Menschen kommen. Denn seine Botschaft ist das Trotzigste am christlichen Glauben: die Auferstehung. Auf unsere Lebensfragen und Unsicherheiten antwortet sie widerständig: Die Liebe ist stärker als der Tod! Diese Hoffnung ist eine Widerstandskraft, die uns in diesen Tagen besonders stärkt.

Howard Zinn, ein Historiker, meint dazu: „Hoffnungsvoll zu sein in schwierigen Zeiten ist nicht einfach dumm, oder romantisch. Es gründet vielmehr auf der Tatsache, dass die Geschichte der Menschen nicht nur eine Geschichte der Grausamkeit ist, sondern vor allem auch eine Geschichte des Mitleids, der Hingabe, des Mutes und der Güte.“ 

Tatsächlich erleben wir vor Ort gerade sehr viel gelebte Solidarität, Mut und Einsatz. Viele Jugendliche kaufen für ältere Menschen ein, spontane Nachbarschaftshilfe entsteht, Personen, die alleine leben, werden kontaktiert, um nachzufragen, ob sie Unterstützung benötigen.

So zeigt sich Ostern dieses Jahr vorwiegend im gelebten Miteinander, statt in gottesdienstlichen Feiern. Diakonie ist für die Kirche seit jeher genauso wichtig wie die Liturgie. Beides gibt uns Kraft, damit wir in einer Welt bestehen, die jeden von uns tagtäglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Dazu braucht’s vor allem eine Art seelische Kraft: die Auferstehungskraft in jedem von uns.

Mit diesen Zeilen möchten wir Sie ermutigen, die Ostertage zuhause auf neue, andere Weise zu feiern. In Erinnerung an den Weg Jesu, im Nachdenken über unser eigenes Leben und im Gebet sind wir miteinander verbunden und Gott ist bei uns. Auch wenn wir nicht unmittelbar beieinander sind, können wir Verbundenheit untereinander erleben. 

Unsere Kirchen und Kapellen bleiben für das persönliche Gebet geöffnet. Die Osterkerze brennt und es liegen die selbst gestalteten Heimosterkerzen für Sie bereit. Das Pastoralteam hat sie in einer einfachen Lichterfeier in der Osternacht gesegnet.

Wenn Sie Hilfe, oder ein Gegenüber für ein Gespräch brauchen, wenden Sie sich unter Tel. 041 229 91 10 an uns. Oder brauchen Sie Unterstützung beim Einkauf? Jugendliche unserer Pfarreien erledigen gern Botengänge für Sie.

Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen gute Gesundheit und gesegnete Ostertage!


Wird alles gut gehen?

Manchmal belastet vom Scheitern,

vom Schmerz und von der Trauer aus dem Vergangenen.

Aber in jeder Situation gilt:

Ein neuer Anfang ist möglich.

Es ist an uns, die vor uns liegende Zeit zu gestalten.

Wer sich anstecken lässt vom Leitstern der Sehnsucht,

wer den ersten Schritt in die Zukunft wagt,

dem ist gesagt:

„Fürchte Dich nicht, es blüht hinter uns her.“

(Hilde Domin)

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