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Schaufenster

Komm herab, o Heil’ger Geist

3. Juni 2019 Von: Sepp Galetti, Tenor 4. Reihe, hinten

Pfingstsequenz «Veni Sancte Spiritus» im ökumenischen Gottesdienst vom 26. Mai.

Die Einladung, über das kirchliche Chorwerk von Martin Völlinger zu schreiben, habe ich etwas unüberlegt angenommen, denn ich habe das Werk noch nie gehört.

Die Vorfreude auf das unbekannte Werk war gross, blieb mir doch das Erarbeiten der MissaMai in lieb gewordener Erinnerung. Nun, inzwischen bin ich etwas älter und der Komponist jünger geworden. Es galt ungewohnte Klippen zu erkennen und zu meistern. Während sich die Frauenstimmen mit einem endlosen, wohlklingenden Ton bei den Gästen einschmeichelten, mussten die Männer sofort «perkusiv» beginnen, die Tenöre hatten zusätzlich das Handicap, den Bässen bei jedem Takt mit kurzer Verzögerung ins Wort zu fallen. Nicht genug der Hürden, denn verteilt auf 8 Takte mussten wir 8 unterschiedliche Rhythmen beachten: 2/4, 3/8, 9/8 und 7/8.

Fausto Corbo versprühte sein legendäres Temperament und spendete schon mit den ersten Takten Sicherheit und Freude.

Im 2. Teil unter der umsichtigen Leitung von Toni Rosenberger füllte sich der Kirchenraum mit einem spannungsvollen Piano, bis dann die beiden aufmerksamen Chöre das erhoffte Licht mit mächtigem Klang zum Strahlen brachten.

Fausto Corbo war es vorbehalten, den spannenden Schlussteil «Komm herab» zu zelebrieren. Sängerinnen, Sänger, Organist und Schlagzeuger steigerten sich zu einem kraftvollen, harmonischen, überzeugenden Klangkörper. Mit dem letzten, geschrieenen «VENI» fielen unzählige Steine von unseren Herzen und machten verdientem Stolz und Freude Platz. Platz für eine neue Herausforderung.

Martin Völlinger und die beiden begeisternden Dirigenten verdienen ein grosses Lob.

Der Moment der Begegnung nach dem bereichernden Gottesdienst und der kühle Umtrunk war für Sängerinnen, Sänger, Musiker und Dirigenten ein wohltuendes Schulterklopfen für die aufgewühlten Seelen.

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