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Katholische Kirche Stadt Luzern  /  Pfarreien & Standorte  /  St. Karl  /  Schaufenster

Schaufenster

......dass wir nie Gottes Spur aus den Augen verlieren. Fotoquelle: Shutterstock

Entschieden - wofür?

17. Juni 2020 Von: Markus Isenegger

Das klassische Credo ist jahrhundertealt. Passt es noch in die säkulare Zeit?

Eine Kirchgängerin langweilt sich in der Sonntagsmesse der Vorortsgemeinde ob dem Credo, das sie von Kindheit an auswendig kennt, aber heute noch kaum versteht: «Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, eines Wesens …». An Festtagen dauert es doppelt so lang, ab und zu auf Lateinisch. Passt dies in die säkulare Gesellschaft?

Bekenntnis hilft Identität stiften

Glaubensbekenntnisse gab es in der Antike schon, auch ausserhalb der christlichen Tradition. Ein Bekenntnis festigt die Gruppe. Heute hat manche Firma ihr eigenes Leitbild. Es verhilft zur Identität: Aufzählen, wie man «Gott & die Welt» und sich selbst darin sieht. Bekennen macht erkennbar.

Von der Taufvorbereitung in die Eucharistie

Seit der apostolischen Zeit gehört das Glaubensbekenntnis zur Taufliturgie. Wer sich in der frühen Kirche (als Erwachsener) taufen lassen wollte, musste die Eckpfeiler der christlichen Tradition kennen: Gott, Jesus Christus, Geist, Kirche. Seit dem 5. Jahrhundert gehört das Credo mit zur Eucharistiefeier.

In Abgrenzung

Glaubensformeln entstanden oftmals in Auseinandersetzung mit Ideologien. Es war nötig, sich zu positionieren, abzugrenzen. Doch nicht alles, was vor zweitausend Jahren virulent war (Virus!), ist es heute noch. Glaubensformeln werden leer, wenn sie nicht aus einem Prozess heraus kommen.

Im Prozess zu verantwortetem Handeln

Nebst klassischen, teils von antiken Philosophien mitgeprägten Formeln, gibt es solche, die ausdrücken, wie wir jetzt glauben und   hoffen. Es geht um den Sinn unserer Existenz, unseren Auftrag in der Welt, um Frieden und Gerechtigkeit.

«Mitten in Furcht und Verrat feiern wir, was verheissen ist: Freude  und Treue …» Was mich anspricht, sind Bilder. «Gott, der mit uns geht auf allen Wegen. Jesus Christus, der mit uns gelebt, gelitten hat. Heiliger Geist, die Stimme in uns, wenn wir Gottes Spur aus den Augen verlieren, die uns hinweist auf die Pforte in der Mauer» (KG 246.2).

 Markus Isenegger, mitarbeitender Priester

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