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Schaufenster

Foto Bruno Lipp

Assisi-Reise: Die älteste "Porta Perlici".

27. Juni 2019 Von: Hanspeter Betschart | Fotos: Bruno Lipp

Seit Jahrzehnten wohnen jüngere und reifere Schweizer Reisegruppen in Assisi im ruhig gelegenen Familienhotel «La Rocca» am Ende der «Via di Porta Perlici» unterhalb der «Rocca Maggiore» in einem der ältesten und ruhigsten Quartiere der Altstadt, so auch Mitte Juni eine Pilgergruppe aus dem Luzerner Wesemlin.

Wenn man von der malerischen «Piazza del Comune» aus nach Süden geht, durchschreitet man drei Stadttore in Folge, die alte «Porta San Giorgio» kurz vor der «Piazza di Santa Chiara», das zweite Tor gleich nach dem Klarakloster und dann das dritte mit dem Namen «Porta Nuova» vor dem Abstieg nach «San Damiano».

Beim «Albergo La Rocca» liegen die gleichen drei Mauerringe näher beieinander. Das älteste Tor wurde mit der ersten Mauer im Gefolge des Burgensturms des Jahres 1198 von der Stadt zum Schutz der erkämpften kommunalen Freiheit errichtet. Der jugendliche Giovanni di Pietro di Bernardone könnte an dieser Mauer mitgebaut haben.

Das Tor trägt die Inschrift:

HOC OPUS FACTUM EST
ANNO DOMINICE INCARNATIONIS
MCLX/XXXVIII INDICTIONE II
VI KALENDAS IUNII
STUDIO CUNTADINI BARTOLI LONBARDI BRUNELLI.
HAEC EST PORTA QUA ITUR IN MARCHIAM
DOMINO TANCREDO CONSULE

«Dieses Werk entstand
im Jahr der Menschwerdung unsers Herrn
1199, in der zweiten Indiktion
am 27. Mai
durch Bemühen des gräflichen Lehensherrn
Bartolus Brunellus aus der Lombardei.
Dies ist das Tor, durch das man in die Marken
gelangt,
seit der Zeit des Herrn Konsuls Tancredi.»

Der spätere San Francesco muss oft durch dieses Tor in die Marken von Ancona gewandert sein. Hier wurde der Todkranke auf seiner letzten Heimreise hereingetragen. Die «Legende von Perugia» berichtet im Kapitel 59, wie ihn Reiter nach Assisi zurück brachten, weil man befürchtete, dass er nicht in seiner Heimatstadt sterben könnte.

Jeden Samstag vor dem ersten September-Sonntag reitet alljährlich ein Reitertrupp von Assisi aus nach Satriano und kehrt am folgenden Tag in einem folkloristischen Umzug wieder zurück. Mit dieser «Cavalcata» feiert man «Die Heimkehr des heiligen Franziskus».

Die erste Stadterweiterung führte 1237 elf Jahre nach dem Tod von San Francesco zu einer zweiten Mauer mit einem gleich gegenüber liegenden Tor. Die dritte Mauer mit der dritten «Porta Perlici» entstand vor 1320 und ist beim ehemaligen römischen Amphitheater zu sehen.

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