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Agenda

Gedanken zum Mittwoch der 6. Osterwoche

Mittwoch, 20. Mai 2020 Zuhause am PC

An dieser Stelle möchten wir Sie einladen, sich in die Lesungstexte des Tages hineinzuvertiefen. Wir geben Ihnen hier einen kurzen Gedanken und Anregungen für ein Gebet.

Die Lesungen des heutigen Tages finden sie hier
oder als PDF am Ende dieses Beitrags.

Zu den Lesungen die folgenden Gedanken von Winfried Bader.

Lesung: Apostelgeschichte 17,15–18,1

Paulus kommt auf den Areopag nach Athen. Dort pulsiert das Leben dieser Grossstadt. Dort wird Handel betrieben, wird Gericht gehalten, diskutieren die Philosophen, trifft man sich, treibt Politik und bespricht die Neuigkeiten. Es ist eigentlich der Platz, wohin man mit Neuigkeiten kommen kann, um sie zu erzählen. Paulus hat Neuigkeiten. Er will von einem Menschen berichten, der von den Toten auferweckt wurde. Auf dem Areopag in einer multikulturellen säkularen und philosophischen Welt, weit weg von Judäa, kann aber Paulus nicht wie bisher in seinen Predigten in den Synagogen bei biblischen Gedanken anknüpfen. In der Synagoge hat er Menschen vor sich, die an die biblische Sprache gewohnt sind. Dort sind Menschen, die eine Vorstellung mit diesem Gott, von dem Paulus erzählt, verbinden können. Auch wenn viele Menschen jüdischen Glaubens Widerstand haben gegen die Botschaft von einem Sohn Gottes, so kann Paulus mit ihnen doch auf dem Boden der Tora und der Propheten diskutieren.

Anders hier in der modernen Welt des Areopags. Die Rede des Paulus hier kann nicht auf die bewährten biblischen Sprachspiele zurückgreifen. Paulus versucht, an die Sprache der Philosophen anzuknüpfen. Und er scheitert!

„Erzähl uns ein andermal darüber“ ist der freundliche Hinweis, dass das Gesagte nicht interessiert. Es sind nur wenige, die spotten. Den anderen ist es einfach egal, was Paulus da erzählt hat.

Ich betrachte Paulus in dieser Szene und überlege mir: Wie geht es uns heute, wenn wir unsere Kirchenmauern verlassen und versuchen irgendwo draussen in der Welt von Politik, Wirtschaft und Freizeit vom Christentum zu erzählen? Haben wir da eine Sprache, die ankommt und verstanden wird?

Gedanken

Beim Jüngsten Gericht fragt der Menschensohn mit keinem Sterbenswörtchen danach, ob wir den Katechismus der Katholischen Kirche geglaubt, zu allen päpstlichen und bischöflichen Verlautbarungen Ja und Amen gesagt, die Kirchengebote genau befolgt haben. Er fragt nicht einmal nach unserem Gottesverhältnis. Er will lediglich wissen, ob wir liebende Menschen – also eben Heilige – waren, die den geringsten Bruder und haarscharf in ihm Gott ernst und ans Herz genommen haben.

Wolfgang Bienert (*1933; katholischer Dogmatiker und Ökumeniker)

Segen

Gott,
segne unser Hören,
damit wir auf die Stimme deines Geistes lauschen,
dass wir uns von dem Lärm der Welt nicht verwirren lassen
und auch deine unbequemen Worte nicht überhören.

Amen.

 

Weitere Informationen

Anmeldeschluss

Mittwoch, 20. Mai 2020 , Wer gerne mit dem Pfarreiseelsorger Winfried Bader über die Tageslesungen in ein (schriftliches) Gespräch kommen will, kann seine Gedanken gerne hier an ihn richten.

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