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Agenda

Gedanken zum Donnerstag der 4. Fastenwoche

Donnerstag, 26. März 2020 Zuhause am PC

An dieser Stelle möchten wir Sie einladen, sich in die Lesungstexte des Tages hineinzuvertiefen. Wir geben Ihnen hier einen kurzen Gedanken und Anregungen für ein GEbet.

Die Lesungen des heutigen Tages finden sie hier
oder als PDF am Ende dieses Beitrags.

Zu den Lesungen die folgenden Gedanken von Winfried Bader.

Ersttestamentliche Lesung: Exodus 32,7-14

Bekannt ist die Szene aus dem Buch Exodus unter dem Stichwort «Tanz um das Goldene Kalb». Unzählige Gedanken und Drohpredigten wurden darauf verwendet, wie schlimm es sei, sich «goldene Kälber» zu machen – und fast jeder moderne Trend des sich emanzipierenden Kirchenvolks wurde als ein solches Goldenes Kalb verteufelt.

Für mich ist in diesem Text der Tanz nur der Aufhänger für zwei wichtige Aussagen: Die eine betrifft die Führer des Volks, die Kirchenführer, wie es sie bis heute gibt. Die andere betrifft das Bild des biblischen Gotts.

Mose, als Führer des Volks, ist bei Gott. Das Volk ist allein unten am Berg, er ist oben in privilegierte Position. Im intimen Zwiegespräch mit Gott erfährt er nicht nur dessen Ärger, sondern er bekommt selbst exklusiv eine Verheissung zugesprochen: «Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.» Für Mose also eine sehr komfortable Situation. Die meisten Kirchenführer würden da bis heute der Verlockung erliegen, dieses Angebot Gottes anzunehmen und sich mit Gott zusammen gegen das gemeine Volk zu solidarisieren.

Nicht aber Mose. Ohne zu zögern tritt er für sein Volk ein. Er solidarisiert sich mit dem Volk trotz seines Fehlverhaltens. Mose versucht Gott zu besänftigen. Er argumentiert mit der langen gemeinsamen Geschichte zwischen Gott und dem Volk. Er bittet Gott, von seinem Zorn abzulassen. Das ist mutig, was Mose hier macht. Es ist mutig, Gott so zu widersprechen. Es ist mutig, so für andere einzutreten, trotz des Fehlers mit dem Tanz um das Kalb. Für mich ist Mose an dieser Stelle der Idealtypus eines guten kirchlichen Führers.

Das andere grossartige an diesem Text: Der biblische Gott ist ein Gott, der sich verändern kann: «Da ließ sich JHWH das Unheil reuen, das er seinem Volk angedroht hatte.» Anders als die Herrschenden der Welt bis hin zu den kleinen unbedeutenden Chefs in Abteilungen von Firmen hat es dieser Gott nicht nötig, an Paragraphen festzuhalten. Das Recht wäre auf seiner Seite. Das Volk fällt von Gott ab, also darf es bestraft werden. Das ginge nach diesen buchhalterisch berechnenden Massstäben vollkommen in Ordnung. Dieser Gott ist aber anders. Er sieht ein, dass so niemandem wirklich geholfen ist. Er sieht ein, dass das reale Leben Situationen von Fehlern und Schuld bringt, die man nicht strikt verfolgen kann. Dieser Gott ist mutig. Er hat den Mut, sich zu verändern. Er hat den Mut, nicht nach Gesetz aufzurechnen, sondern zu verzeihen. Er hat den Mut, seine Drohungen nicht wahrzumachen. Er ist so mutig zu wissen, dass er dadurch trotzdem sein Gesicht nicht verliert.

Diesen spontanen Mut von Gott und von Mose wünsche ich Ihnen!

Donnerstagsgebet um die Gleichstellung in der Kirche
«Schritt für Schritt»

Ein solches Zeichen des konkreten Muts in unserer Kirche ist das Beten um den Mut für Veränderungen.

Seit dem 14. Februar 2019 beten Menschen donnerstags in verschiedenen Ländern das Gebet «Schritt für Schritt». Initiiert, geschrieben und organisiert wurde es unter Federführung von Priorin Irene Gassmann (Kloster Fahr) durch Frauen aus unterschiedlichen kirchlichen Kontexten.
Es geht um das Wachsen eines kraftvollen Gebetsnetzes. Dieses soll denen, die daran teilnehmen, in dieser Zeit der Veränderung Mut und Zuversicht schenken, eine weitere Woche den Weg in und mit der Kirche zu gehen. – Schritt für Schritt und in Verbindung mit allen Frauen und Männern, die es sprechen und in steter Rückbindung an den Ursprung und die spirituellen Quellen.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite Donnerstaggebet.

Den Wortlaut des Gebets finden Sie unten zum Downloaden als PDF.

 

Segen

Gott,
segne uns,
wenn Zorn und Wut uns überfällt,
mit dem Geist der Sanftmut.
Gott,
segne uns,
wenn wir unter Anspannung und Stress stehen,
mit dem Geist der Gelassenheit.
Gott,
segne uns,
wenn wir in Angst und Niedergeschlagenheit leben,
mit dem Geist des Starkmuts.
Gott,
komm uns barmherzig und geduldig entgegen,
sodass wir deine Freiheit und Freude erfahren.

Amen.

 

Weitere Informationen

Anmeldeschluss

Donnerstag, 26. März 2020 , Wer gerne mit dem Pfarreiseelsorger Winfried Bader über die Tageslesungen in ein (schriftliches) Gespräch kommen will, kann seine Gedanken gerne hier an ihn richten.

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