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Agenda

Abendmusik

Sonntag, 09. September 2018 17:00 Uhr Franziskanerkirche

Orgelsonaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Abendmusik 3: Mendelssohn, Orgelsonaten

 Programm

Winfried Bader, Texte:  Zeitzeugnisse über Mendelssohn

Franz Schaffner, Orgel

Sonate Nr. 4 B-Dur

Sonate Nr. 6 d-Moll

Sonate Nr. 5 D-Dur

Sonate Nr. 3 A-Dur

Eintritt frei – Kollekte zur Deckung der Unkosten

 

Zu den Orgelsonaten Mendelssohns

Von den 6 Sonaten für Orgel hatte die letzte am ehesten durch die Jahrzehnte ihren bleibenden Bestand. Die übrigen wurden während einer Periode der Orgelfeindlichkeit eher belächelt. In der heutigen Beurteilung nehmen diese Werke wieder eine bedeutendere Stellung ein. Als richtungsweisende Orgelmusik steht sie geschichtlich in der Zeit zwischen Barock und Romantik. In der Beschäftigung mit Johann Sebastian Bach, als dessen Wiederentdecker Mendelssohn sich geschichtliche Verdienste erworben hat, sind seine 3 Präludien und Fugen sowie die 6 Sonaten entstanden. Vielfältig und eigenständig zugleich sind diese Werke unverwechselbar im Stil, der eine Art heitere Frömmigkeit ausstrahlt. Die Form der Sonaten geht von zwei- bis viersätziger Anlage. Choral und choralartige Melodien bestimmen oft das Gefüge eines Satzes. Choralbearbeitungen und Choräle sind eine von Mendelssohn immer wieder aufgegriffene Form, um an seine Oratorien oder an die Reformationssinfonie zu erinnern.

 Mit der Sonate B-dur knüpft Mendelssohn am nächsten mit der Tradition an. Ein 4-sätziges Werk mit schnellen, majestätischen Ecksätzen und lyrischen Mittelteilen, ganz im vertrauten Stile des Frühromantikers gibt dem Werk eine besondere Ausgewogenheit.

In der Sonate d-moll gestaltet Mendelssohn einen gewichtigen ersten Satz mit 5 Variationen über das lutheranische Lied „Vater unser im Himmelreich“. Die Melodie wird nach dem Choral erst im Sopran vorgestellt, dann führen Akkorde dieses Thema weiter. Die Melodie geht schliesslich in die Tenorlage und wird in der weiteren Variation mit viel Figurenwerk auf Manuale und Pedal verteilt. Die abschliessende Fuge entnimmt ihr Thema dem Beginn der Melodie. Dem ausladenden 1. Satz folgt ein verinnerlichtes Andante ohne direkten Bezug zur Liedmelodie.

Die Sonate D-dur beginnt wiederum mit einem Choralsatz. Dem schliesst ein ruhig bewegtes Andante an, bei welchem kurze Pedalbässe wie das Pizzicato bei einem Orchester wirken und dem Satz einen besonderen Reiz verschaffen. 

Aehnlich wie die 6. Sonate gestaltet Mendelssohn die 4. in A-dur. Ein grossangelegter 1. Satz eröffnet das Werk in strahlender Tonart und vollem Orgelwerk. Es folgt wiederum eine Bearbeitung eines Chorals, diesmal „Aus tiefer Not“, die sich in Bewegung und Dynamik immer steigert, um schliesslich in die einleitende freudige Thematik zurückzukehren. Der 2. Satz ist gleichsam ein verinnerlichter Nachhall des vorher Gehörten.

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