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Agenda

Gedanken zum Mittwoch der Osteroktav

Mittwoch, 15. April 2020 Zuhause am PC

An dieser Stelle möchten wir Sie einladen, sich in die Lesungstexte des Tages hineinzuvertiefen. Wir geben Ihnen hier einen kurzen Gedanken und Anregungen für ein Gebet.

Die Lesungen des heutigen Tages finden sie hier
oder als PDF am Ende dieses Beitrags.

Zu den Lesungen die folgenden Gedanken von Winfried Bader.

Lesung aus der Apostelgeschichte 3,1-10

Zwei Dinge fallen mir an dieser Lesung auf:

Zum einen heilen Petrus und Johannes genauso, wie sie es von Jesus gesehen hatte. Sie wenden sich dem kranken Mann zu, und heilen ihn. Zur Ausbreitung des Christentums, die hier in der Apostelgeschichte erzählt wird, gehört offensichtlich das bei den Menschen sein, nach den Kranken schauen, körperliches Heil zu bringen und nicht nur frommen Glauben. Ist das, was wir unter Christentum verstehen.

Das andere stört mich eher: Die Heilung von Petrus und Johannes kommt mir vor wie ein Übergriff. Der Mann will Geld, sie geben ihm Gesundheit. Ihre Diakonie fragt nicht, was der Mann wünscht, was er braucht, was er will, sondern sie bestimmt, was für ihn das Beste ist, ohne ihn zu fragen. Almosen betteln war der Beruf des Manns, der ihn nährte. Ich frage mich nach dieser Erzählung, was er jetzt arbeiten wird? Wird er eine Arbeit finden? Wird ihm die neue Art, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, gefallen? Dieser Aspekt der Erzählung macht mich sehr hellhörig, für die Diakonie und das soziale Engagement in unserer heutigen Kirche. Ist es da nicht auch oft so, dass wir Oberen, Reichen und Gesunden wissen, was die anderen brauchen? Werden hilfsbedürftige Menschen wirklich gefragt, was sie benötigen?

Evangelium Johannes 20,11-18

Maria aus Magdala, die Apostelin der Apostel – so ihr offizieller Titel. Ohne sie wüssten wir nichts von dem, was am Ostermorgen geschah. Den von den Männern, Petrus und Johannes, wird berichtet, nach ihrem Wettlauf zum Grab, dass sie glaubten und dann nach Hause gingen. Es wird nicht einmal erzählt, was sie glauben. Die ganze Erinnerung an Jesus wäre damit vorbei. Die Männer sitzen zu Hause und glauben, aber keiner erfährt davon.

Was ist bei Maria anders? Sie hat Emotionen, d.h. sie ist in einer Beziehung zum Verstorbenen – anders als die Männer. Sie weint, sie begnügt sich nicht mit dem ersten Augenschein. In ihrer emotionalen Sehnsucht frägt sie weiter. Und sie erkennt den Auferstandenen, als er ihren Namen ruft. Den anderen beim Namen zu rufen ist wohl die intimste und grundlegendste Art von Beziehung. Da weiss sie: Jesus lebt.

Das Entscheidende: Sie bleibt nicht bei diesem Wissen stehen, sondern erzählt es weiter. Die Ausbreitung der Osterbotschaft kommt durch sie ins Rollen, durch sie können wir heute als ChristInnen glauben.

 

Segen

Gott,
segne uns
und wende uns dir zu.
Gott,
segne uns
und schaue du uns an.
Gott,
segne uns
und richte du uns auf.

Amen.

 

Weitere Informationen

Anmeldeschluss

Mittwoch, 15. April 2020 , Wer gerne mit dem Pfarreiseelsorger Winfried Bader über die Tageslesungen in ein (schriftliches) Gespräch kommen will, kann seine Gedanken gerne hier an ihn richten.

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