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Schaufenster

Probe des Franziskanerchors. Foto: Florina Gilg-Huwiler

Adventssingen

5. Dezember 2018 Von: Ulrike Grosch

Wie hell leuchtet eigentlich der Morgenstern? Normalerweise schauen wir zur Venus gar nicht hin, wenn sie morgens vor Sonnenaufgang am östlichen Himmel zu sehen ist. Dass die Sonne aufgeht, ist das Entscheidende. Um Sterne oder Planeten zu sehen, müssen wir uns Mühe geben.

Das diesjährige Adventssingen des Franziskanerchors steht unter dem Titel «Es wird ein Stern von Jakob aufgehn». Erstaunlich, wie viele geistliche Lieder und Texte sich mit Sternen beschäftigen. Sie gelten als Vorboten des lichten Tages und erinnern uns daran, aufmerksam zu sein und uns zu orientieren. Schon im Wort «orientieren» steckt die Ausrichtung nach Osten, hin zum Orient, wo die Sonne aufgehen wird. Der Morgenstern hilft uns dabei.

Einen Weg finden

«O komm, o komm, du Morgenstern ... Vertreib das Dunkel unsrer Nacht», heisst es in einem der Lieder, die wir singen. Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab, dürfte dieses Bild überzeugender gewesen sein. So richtig dunkel wird es bei uns gar nicht mehr. Wir brauchen den Morgenstern eher, um zwischen all den künstlichen Lichtern den richtigen Weg zu finden.

Aber das Bedürfnis nach dem wahren Licht, auf das Verlass ist, haben wir heute wie eh und je. Die Liedtexte greifen dies in immer neuen Varianten auf, beispielsweise die von Philipp Nicolai. «Wachet auf!», ruft uns die Stimme - da ist es sogar noch Mitternacht, aber dann: «Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.» Oder in «Wie schön leuchtet der Morgenstern», wo es heisst: «Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit den Augen dein gar freundlich tust anblicken.»

Lauschen und mitsingen

Sie sind herzlich eingeladen, dem Franziskanerchor, den Solistinnen und Solisten zu lauschen und selbst mitzusingen. Den Morgenstern, so viel ist klar, können wir nicht nur morgens am östlichen Himmel finden, sondern auch in der Wirrnis und Dunkelheit, die wir mit uns herumtragen.

Ulrike Grosch

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