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Schaufenster

Franz im «Unruhestand»

12. Mai 2021 Von: Justin Rechsteiner

Als 2002 die Franziskanerpfarrei einen neuen Organisten suchte, kam mein Bruder gleich mit einer Idee. Sie lautete: Franz Schaffner.

Mein Bruder kannte Franz Schaffner aus der Gymnasialzeit im Kollegium Stans. «Nehmt den, er ist hochmusikalisch», meinte er und fügte in breitem Appenzeller Dialekt hinzu: «Denn ischt för Eu alls potzt und gschtrählet.»

Musik als eine andere Form der Liturgie

Wie Recht mein Bruder mit seiner Aussage hatte, durfte ich gleich von Anfang an erfahren. Franz Schaffner spielt die Orgel nicht für sich, von weit entfernt und allein. Er achtet darauf, was eine Feier musikalisch braucht. In einem Pfarreiblatt-Artikel brachte er es auf den Punkt: Die Orgel sagt mit Musik, was Wort und Ritual ausdrücken. Sie ist auf ihre Weise auch Liturgie.

Musikalische Vielfalt

Schaffner lässt sich in die Orgel-Literatur schauen. Steht ein neues Jahr an, so legt er im Voraus ein Musik-Verzeichnis vor.

Ab Januar bis Dezember sind für alle Sonn- und Feiertage präzise Angaben gemacht - beispielsweise Gabrieli, Bach, Mozart oder moderne Komponisten. Wenn es ein Lied zu spielen gibt, führt er es mit fantasievoller Improvisation ein. Die Frage, welche Musik passt, beantwortet er so: «Alle Musik, vor allem, wenn sie auch die persönlichen Wünsche der Hörenden erfüllt.»

Buntes Jahresprogramm

«Jeder Gottesdienst ein Fest» lautete Schaffners Titel über einem Artikel im Pfarreiblatt. Ein solches Fest braucht verschiedene Stile und Instrumente, also Trompete, Blockflöte, Schlagzeug, Violoncello, Harfe. Oder auch Akkordeon, Schwyzerörgeli, Saxophon, Viola, Flöte, Jodel, Keyboard. So kommt die Vielfarbigkeit eines Jahresprogramms offenkundig daher.

Er bleibt uns erhalten

Nun geht er in Pension. Für ihn heisst das: in den «Unruhestand». Und das mit schwerem Herzen! Doch ist er auch künftig bereit auszuhelfen, mitzuhelfen, dass in seinem Sinne ganzheitliche Liturgie möglich bleibt, wo Musik, Wort und Ritual sich stützen. Der volle «Ruhestand», wo «alls potzt ond gschtrählet ischt», liegt hoffentlich noch weit in der Zukunft …!

Justin Rechsteiner

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