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Schaufenster

Meister von 1499: Verkündigung (Gabriel und die Jungfrau Maria).

Geistes Gruss

5. Dezember 2019 Von: Ulrike Grosch

Empfangen und mitgestalten beim diesjährigen Adventssingen in der Franziskanerkirche.

In Johann Sebastian Bachs «Weihnachtsoratorium» hat es mit dem Choral «Wie soll ich dich empfangen» seine besondere, vieldeutige Bewandtnis. Er steht zwischen der Erzählung von der Reise nach Bethlehem und der Geburt Jesu. Im «Ich» hören wir also Maria, die über die Schwangerschaft und die bevorstehende Niederkunft nachdenkt.

Alle gemeinsam

Die Choräle sind aber immer auch als Stimme der Gemeinde, der Gläubigen zu verstehen: «Ich», das sind wir alle. Wie sollen wir Jesus empfangen, wie sollen wir ihm begegnen?

So gesehen, geschieht das Empfangen nicht einfach so, ohne Zutun. Die Frage des Chorals, die über dem diesjährigen Adventssingen in der Franziskanerkirche steht, führt uns aus der passiven Haltung heraus. Wir gestalten; zumindest gestalten wir mit.

Herz und Mund öffnen

Dies klingt in einem zweiten Werk unseres Adventsprogramms deutlich an, in Johann Eccards «Übers Gebirg Maria geht». Dort heisst es in der zweiten Strophe: «Was bleiben wir daheim? Lasst uns auch aufs Gebirge gehen», und dann, in etwas altertümlicher Sprache, weiter: «… da eins dem andern spreche zu, des Geistes Gruss das Herz auftu». Das Empfangen Jesu legt uns nicht die Hände in den Schoss, sondern öffnet uns Mund und Herz.

Wovon dann zu reden sein wird, sagt Maria selbst im Magnificat, das am Adventssingen in einer Vertonung von Melchior Franck zu hören sein wird: Es geht um die grundstürzende Erneuerung der Welt. «Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stösst die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.» Wohlgemerkt: Er tut dies, nicht wir ohne ihn. Aber wie Maria davon spricht, sollen wir auch davon sprechen, es uns zusprechen.

Besser noch: uns zusingen, nämlich beim Adventssingen in der Franziskanerkirche, am SO, 8.Dez um 16 Uhr.

Seien Sie herzlich eingeladen!

Ulrike Grosch

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