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Schaufenster

Impuls zu Christi Himmelfahrt

19. Mai 2020 Von: Winfried Bader

Am 40. Tag nach Ostern begehen wir mit allen christlcihen Kirchen des Erdkreises das Hochfest Christi HImmelfahrt.

 

 Die Himmelfahrt Christi ist ein Teilmotiv des österlichen Paschamysteriums (des rettenden Durchgangs des Herrn durch den Tod ins Leben, an dem wir Anteil haben): „40 Tage hindurch ist Jesus ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen“ (Apostelgeschichte 1,3). Die 40 Tage entsprechen der 40-tägigen Vorbereitung auf Ostern – jetzt markieren sie den Weg Jesu zur Vollendung als eine Zeit, in der die Jüngerinnen in ihre neue Situation hineinwachsen. Sie lernen zu verstehen, auf welche Weise er nun und in Zukunft bei ihnen ist und bleibt. Er verheisst ihnen seine Nähe und seine zweite Ankunft und gibt den Jüngern den Auftrag, aller Welt das Werk der Erlösung zu verkünden und zu bezeugen.

Die Lesung Apostelgeschichte 1,1-11

Lukas, der Autor der beiden Bücher Evangelium und Apostelgeschichte, beginnt sein zweites Buch mit dem, womit er im ersten aufgehört hat, die sogenannte Himmelfahrt Christi. Natürlich schreibt er nicht zweimal das Gleiche. Am Ende des Evangeliums (Lukas 24,50-52) findet das Ereignis in Betanien statt, in der Apostelgeschichte dagegen in Jerusalem und auch die Szenerie ist eine andere. Gab es nun zwei Himmelfahrten? Oder will uns Lukas hier, obwohl er seinem lieben Theophilus versichert, er hätte alles genauestens recherchiert (Lukas 1,1-4), zeigen, dass es nicht um historische Fakten geht, sondern um eine theologische Aufarbeitung der Ereignisse. Das sehr ungewöhnliche Bild des Emporhebens in den Himmel ist eine solche theologische Aussage. Jesus vollendet seine Zeit auf Erden, traut den Jüngerinnen die Welt an, und verspricht dazu die Hilfe des Heiligen Geistes.

Die Zeit des Geistes ist es, in der wir leben, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die ganze Welt „emporgehoben“ und vollendet wird.

Gedanken zum Bild von Michal Blum

Das Bild von Michael Blum finden Sie auch unten zum Download als PDF.

Im blauen Kosmos der ganzen Schöpfung gibt es zwei grosse gelbe Bereiche: Unten in dunklerem Gelb die Erde. Dort stehen links die zwölf Apostel, symbolisiert in 12 weiss-blauen Tropfen.

Oben in goldenem, von weiss durchdrungenen Gelb ist der „Himmel“. Alpha und Omega, der erste und der letzte Buchstaben des Alphabets links und rechts, deuten es an. Es geht um den Anfang und das Ende, es geht um alles was von Gott kommt und von ihm vollendet wird. In der Mitte zeigt eine Hand nach oben, die andere nach unten. Ist es Gott, der die Hand nach unten entgegengestreckt, ist es Christus, der von unten her Gott dem Vater die Hand reicht?

Oder ist es die nach unten deutende Hand, die Himmel und Erde gemacht hat, und die nach oben gerichtet, die am Ende auch uns Menschen nach oben holt?

Auf der Erde unten gibt es einen umfriedeten Platz in der Mitte. Dieser Jesus, der noch 40 Tagen nach seiner Auferstehung auf Erden wandelte – eine sehr schwierige Vorstellung, was das denn genau heissen soll – ist bereits in einem anderen Bereich. In seinem Bereich hat sich die Welt schon verändert. Das weiss des Himmels strahlt schon herein. Die Füsse nehmen die alte Vorstellung auf, die auch in der Himmelfahrtskirche in Jerusalem zu sehen ist, dass Jesus zuletzt zwei Fussabdrücke auf Erden hinterlässt. Es sind seine Spuren, denen wir nachfolgen sollen.

Himmel und Erde sind durch das kosmische Blau mit einem weissen Streifen verbunden in dem golden das Chi-Rho, das Zeichen für Christus steht. Letztlich ist er, der Christus, der Messias, der für uns Menschen die Verbindung zur Vollendung im Himmel gewährleistet.

Segen

Gott,
segne uns mit dem Geist der Suche.
Gott,
segne uns mit der Bereitschaft zum Aufbruch.
Gott,
segne uns mit der Fähigkeit, immer wieder neu zu beginnen.

Amen.

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