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Schaufenster

Impuls zum 4. Sonntag von Theologiestudierenden

2. Mai 2020 Von: Marko Zuparic

Mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, möchte ich über das heutige Wort Gottes nachdenken. Ich habe für Sie meine Gedanken, die ich als Predigt vorbereitet hatte, hier schriftlich zusammengestellt. Den vollen Wortlaut der Predigt finden Sie am Ende des Beitrags zum Download.

Die biblischen Texte zu diesem Sonntag Texte finde Sie hier

Gedanken zum 4. Sonntag der Osterzeit

von Marko Zuparic, Student an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern
und Pfarreiseelsorger im Pastoralraum Michelsamt Beromünster

Aus dem heutigen Evangelium (Joh 10, 1-10) sind mir zwei Momente aufgefallen. Der erste: Jesus spricht über die Schafe und der zweite: Er stellt sich selbst als Tür vor.

Nicht so selten konnte ich über die Schafe in einem Kontext hören, in dem sie als dumm und naiv dargestellt wurden. Mit dem Gleichnis aus dem Evangelium bekomme ich ein neues Bild, sehr positiv, in dem die Schafe als sehr kluge Lebenswesen präsentiert sind. Sie erkennen nur eine Stimme, die des Hirtens und folgen nur ihm. Vor den unbekannten Stimmen laufen sie weg. Als Menschen, nicht als Schafe, hören wir jeden Tag viele bekannte und unbekannte Stimmen. Die Stimme der Familie, der Nachbarn, der Mitarbeitern. Heutzutage auch viele Anweisungen wie wir uns benehmen sollten und müssten. Viele Stimme sind um uns herum, doch an welche hören wir? Welche Stimme können mich beeinflussen? Für uns Gläubigen ist es wichtig auch die Stimme Gottes zu hören. Deswegen stelle ich die folgende Frage: Wo suche und wo finde ich die Stimme Gottes? Ich lade Sie, liebe Schwester und Brüder, und ich lade mich selbst auch ein, an diese Stelle etwas Zeit zu nehmen, um eine Antwort an diese Frage zu finden und sie hin und wieder zu überprüfen.

Im zweiten Bild spricht Jesus über sich und sagt: Ich bin die Tür. Ich finde dieses Bild gleichzeitig toll und ungewöhnlich. Wer denkt an die Tür? Ich nie oder fast nie. Aber in der letzten Zeit konnten wir erkennen, wie wichtig die Türen sind, erst jetzt, wenn viele zu sind. Durch die Tür zu gehen bedeutet viel. Man ist draussen oder drinnen, im Zug oder auf der Strasse, kann einkaufen oder nicht. Die Menschen gehen durch so viele Türen jeden Tag; einige auch durch die Kirchentür, um sich von den allen Stimmen zu trennen und mit sich und mit Gott etwas Zeit zu verbringen. Aber, was ist mir der «Jesus–Tür»? Wo kann man, wo kann ich diese Tür finden?  Es ist ganz einfach. Sie ist in jedem Menschen zu finden. In den Kranken und Gesunden, Neugeborenen und Sterbenden, in den Armen und Reichen. Alle sind Kinder Gottes und als solche auch die Tür zu Gott, zu Jesus. Die Tür Jesus ist immer offen. Wie bei allen Türen liegt auch bei dieser Tür die Entscheidung nur bei uns ob wir hindurch gehen. Die Tür zu betreten bedeutet, sich auf das Abenteuer mit Jesus einzulassen. 
Wollen Sie diese Tür betreten?

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
Amen.

(Mariengebet Sub tuum praesidium aus dem 3. Jahrhundert)

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