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Schaufenster

Lachen, Impuls zum 4.Sonntag von Theologiestudierenden

2. Mai 2020 Von: Franca Collazzo Fioretto

«Dazu seid ihr berufen worden, denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt» 1 Petr 2,21.

Die biblischen Texte für diesen Sonntag finde Sie hier

Gedanken zum 4. Sonntag der Osterzeit
von Franca Collazzo Fioretto, Theologiestudentin.

Ich lade Sie ein, die Lesung aus dem ersten Brief es Apostels Petrus zu lesen und meinen Gedanken zu folgen.

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus 2,20b-25

Am 3. Mai ist Weltlachtag. Lachen für den Weltfrieden ist die Absicht. Hätten die Menschen in der Petrusgemeinde dazu lachen können? Ja, denn die freudige Hoffnung auf Christi Wiederkunft bestimmte ihr Leben. Sie vertrauten auf Gott, sie wussten, dass sie nicht verloren waren. Sich von der freudigen Hoffnung auf Christi Wiederkunft das eigene Leben bestimmen lassen, heisst Nachfolge Jesus Christi, bedeutet sich der Führung Gottes im Leben zu öffnen. Auch in Verzicht und Leid kann ein Leben glücken.

Wir kommen zurück in unsere Zeit. Das Coronavirus und seine Auswirkungen beherrschen unser Leben. Die schönen Frühlingstage würden die Menschen nach draussen ins Freie treiben, doch davon wird abgeraten, damit das Virus sich nicht noch schneller verbreitet. Auf physische und soziale Kontakte muss aus demselben Grund verzichtet werden. Seit Beginn der Corona Ausgangsperre werden Hilferufe laut, sei es von Grossfirmen wie auch von Kleinbetrieben, die Teile ihres Personals entlassen müssen bis hin zum Bettler in einer Grossstadt, der kein Kleingeld mehr erhält, weil die Strassen leer sind. Viele Arbeitgeber*Innen wie Arbeitnehmer*Innen geraten schon in eine existentielle Krise und befürchten eine Konkurseröffnung. Viele können nicht der eigenen Arbeit, wie üblich, nachgehen oder verlieren sie sogar. Sie müssen Überzeiten und Ferien streichen. Die Aufzählung hört hier längst nicht auf. Können die Betroffenen da noch lachen? - Können Sie noch lachen? Vieles werden wir noch in Kauf nehmen müssen zu Gunsten unserer Mitmenschen. Noch sind nicht alle Folgen absehbar, die daraus entstehen werden. Es sind Menschen nötig, die - wie damals die ersten Christen - sich aus der Gesellschaft hervorheben, auffallen in ihrem christlichen Handeln, in der Nächstenliebe, Menschen, die sich kreativ zu Gunsten der Gesellschaft einsetzen. Wir alle sind aufgefordert, uns mit unseren Möglichkeiten und Talenten einzubringen.

Ich lade Sie ein, einen Moment zu überlegen: Was kann ich als Teil der Gemeinschaft leisten? Wie und wo kann ich unterstützen? Was habe ich schon getan für mich und für andere? Kann ich dabei noch lachen?

Ich will noch lachen können. Das Lachen kann mir nämlich helfen, ein allfälliges Leiden aus der Distanz zu sehen, und einen Perspektivenwechsel ermöglichen. Jeder Perspektivenwechsel kann die Türe für einen Neuanfang, für ein neues Leben sein, das uns Christus immer wieder neu anbietet. Darum hoffe ich morgen auch auf ein ansteckendes Lachen. Das Lachen macht mein Leben nicht weniger schwer. Es hilft mir jedoch alles leichter zu tragen.

Segen

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude
und allem Frieden im Glauben, den er euch schenkt,
und ihr werdet im Überfluss teilhaben
an der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

 

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