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Schaufenster

Die Kanonen auf dem Gütsch werden dieses Jahr schweigen. Foto: Thomas Lang

Worum geht es bei Fronleichnam?

2. Juni 2020 Von: Winfried Bader

Die Grossdemonstration, bei der mehr als 500 Menschen durch die Stadt ziehen, muss dieses Jahr ausfallen. Doch fällt damit auch Fronleichnam aus?

 

Die Prozession – modern: Demonstration – an Fronleichnam ist wichtig. Sie ist für uns heute die einzige Gelegenheit, wo wir in Bewegung liturgisch feiern und zeigen, dass wir als pilgernde Kirche gemeinsam auf dem Weg sind. Als das Fest im 13. Jahrhundert entstanden ist, waren Prozessionen vollkommen normal. Das kann also nicht der Kern des Festes sein.

Gestern, heute, morgen

Der einst mit seinen Jünger*innen vor seinem Tod Mahl gehalten hat, der feiert heute mit uns. Der dann zum himmlischen Gastmahl uns versammelt, der legt die himmlische Speise heute schon in unsere Mitte. Die Gegenwart des vergangenen und zukünftigen Geschehens im Augenblick der Feier  spricht die Liturgie an Fronleichnam aus: «O heiliges Mahl, in dem Christus unsere Speise ist: Gedächtnis seines Leidens (Vergangenheit), Fülle der Gnade (im Heute), Unterpfand der künftigen Herrlichkeit (Zukunft). Halleluja.»

Vom Hohen Donnerstag bis Fronleichnam

Von Beginn der Entstehung des Festes an war der Zusammenhang mit dem Ursprungsereignis wichtig. Fronleichnam wird am ersten Donnerstag gefeiert, an dem die Osterzeit endgültig vorbei ist (die Pfingstoktav gehört noch zu Ostern), die Feier des Abendmahls Jesu ist der letzte Donnerstag vor Ostern (Hoher Donnerstag). Beides gehört zusammen, beide Donnerstage denken in besonderer Weise an das letzte Mahl Jesu als eines hier und jetzt für uns
wirksamen Ereignisses.

Zentrum ist das eucharistische Brot

Das Brot des Dankes verbindet uns Christ*innen. Brot zu teilen und dabei zu danken, was Gott uns durch Jesus gezeigt und
gelehrt und erlöst hat, ist das
Erkennungszeichen des Christentums. Da früher die Kommunionausteilung in den Messen nur
selten war, lebten die Christ*innen vom Anschauen des heiligen Brots. In der Corona-Zeit wurde das wieder aktuell: Die Mahlgemeinschaft war nicht möglich, aber das anbetende Verweilen
vor dem Tabernakel blieb. So sind Sie in diesem Jahr besonders
gut eingeübt, Fronleichnam als Fest des Blicks auf dieses Brot
 zu feiern – auch ohne die
Grossdemonstration.

Winfried Bader

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