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Schaufenster

Pilatus im Abendrot Foto: Rafal Lupa

Der christliche Himmel

29. September 2020 Von: Rafal Lupa

"Ich will meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun" (Thérèse von Lisieux)

Es ist ein sonnendurchfluteter Nachmittag. Ich bin vom Schreibtisch heraus in den Garten geflohen und betrachte den blauen Himmel über dem Pilatus, eigentlich mit dem Gefühl, mit meiner Arbeit in keiner Weise weiterzukommen. Und während ich im Garten sitze, die herbstlichen Strahlen der Sonne angenehm auf meinem Gesicht spüre und den blauen Himmel betrachte, stelle ich mir die Frage: Wie ist das mit dem christlichen Himmel?

Auf diese Frage hilft mir die heilige Thérèse von Lisieux zu antworten. Sie hat einmal gesagt: „Mein Himmel wird sich auf Erden ereignen. Ja, ich will meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun“. So einfach ist es – nach Thérèse von Lisieux – den Himmel zu verstehen und zu erleben. Gutes tun! Nicht das Aussergewöhnliche, sondern das Gewöhnliche, was aber oft so schwerfällt. Gott in den kleinen alltäglichen Dingen lieben. Der Himmel ist überall dort, wo Menschen die Liebe zu Gott, zu ihren Mitmenschen, zu sich selbst und ihrer Umwelt leben.

Die Liebe ist uns geschenkt

Doch ist es so einfach mit dem Himmel? Ja, wenn die Liebe einfach wäre. Wie oft fällt es uns schwer zu lieben – gerade die, die uns verletzt oder enttäuscht haben. Ja, so schwer die Liebe ist, so weit entfernt ist vielleicht auch der Himmel. Gut, dass wir nicht nur aus eigener Kraft lieben. Die Liebe ist uns geschenkt – bevor wir selbst zu Liebenden werden, sind wir schon unendlich geliebt.

Wir brauchen uns die Liebe nicht zu verdienen und ebenso wenig den Himmel – sie sind uns geschenkt. Da wir uns den Himmel nicht selber erarbeiten müssen, können wir den Nächsten lieben. Der geschenkte Himmel befreit zur Liebe über alle Hindernisse und Grenzen hinweg.

Auf was für Gedanken man doch im Pfarrhausgarten so kommt. Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten, himmlischen Herbst.

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