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Schaufenster

Bildausschnitt: Pfingsten von Franz Bucher Foto: Georg Anderhub

Pfingsten – begeistert in die Welt geschickt

31. Mai 2020 Von: Felicitas Ameling

Heute lesen Sie den letzten Beitrag in dieser Sammlung kurioser Einträge. Ab Pfingsten werden wir wieder in die Welt hinausgeschickt und können von all dem berichten, was uns begeistert, was unser Leben in den letzten Wochen und Monaten bereicherte. Vielleicht sehen Sie schon worauf ich hinaus will. Die Parallelen unserer heutigen Situation, mit der der Jünger am Pfingstfest.

Eingeschlossen sein/Beisammen sein: Die Jünger waren zusammen an einem Ort als der Heilige Geist auf sie herabkam. Wenn wir etwas zurückblättern (Joh 20,22ff; Apg 1), lesen wir, dass die Jünger sich aus Angst vor Verfolgung eingeschlossen haben, ihr Leben neu ordneten, alte Meinungen über Bord warfen. Vielleicht könnte man die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten als einen fünfzigtägigen Lockdown der Jünger sehen.
Einschliessen, die Welt draussen lassen, bedeutet damals wie heute Schutz.

Auch wir blieben in den letzten Monaten meistens an einem Ort: in einer Stadt, in einer Wohnung oder einem Haus. Besuche, Reisepläne und andere Aktivitäten wurden gestrichen oder vertragt.
Aber wir können nicht ohne unsere Unwelt leben. Wir, brauchen andere Menschen zum Kommunizieren, um uns wohlzufühlen. Obwohl wir uns geschützt haben, haben wir vieles vermisst, hätten wir uns vieles anders gewünscht.

Berauscht vom Geist: Als der Heilige Geist auf die Jünger herabkam, waren sie wie berauscht, konnten in fremden Sprachen sprechen und erstaunten damit ihre Mitmenschen.
Während der Pandemie war auch ein Wirken des Heiligen Geistes sicht- und spürbar. Viele neue Ideen entstanden, Nachbarn und Nachbarinnen fanden eine gemeinsame Sprache, Kontakte wurden geknüpft, die vorher vielleicht nicht möglich gewesen wären und auch sonst entstanden tolle Ideen, wie etwa in St. Paul der Orgelgruss. „Berauscht sein vom Geist“ stellt uns vor die Herausforderung den Geist anzunehmen und uns zu überlegen, von welchen Motiven ich mich in meinem Leben leiten lassen möchte. Durch die Tradition kennen wir die sieben Gaben des Heiligen Geist – welche ist/sind in Ihrem Leben präsent, um welche Gaben möchten Sie den Heiligen Geist noch bitten?

In die Welt hinaus: Die Jünger gingen in die Welt hinaus um die frohe Botschaft von Jesus zu verkünden. Auch wir haben jetzt wieder die Möglichkeit, in die Welt hinauszugehen. Diese Welt bedeutet: vielleicht wieder den Gottesdienst besuchen, mit den Grosseltern Zeit zu verbringen, oder wieder eine Bergbahn zu nutzen oder den Zoo zu besuchen. All diese Erlebnisse werden uns neue Erfahrungen bescheren, die uns dankbar stimmen, die uns die Welt von einer anderen Perspektive sehen lassen. Die uns begeistert und begeisternd zurücklassen und uns vielleicht auch dazu animiert zu berichten und zu teilen, was wir in die Welt tragen möchten.
Der christliche Glaube ist auf Gemeinschaft aufgebaut und ausgelegt, das ist seit seiner Entstehung der Fall. Die Jünger gründeten Gemeinden, waren immer mindestens zu zweit unterwegs, lebten in Gemeinschaften.

Unsere Gemeinschaften werden vielleicht noch längere Zeit anders aussehen, vielleicht kommt auch vieles, was wir als normal annahmen nicht mehr zurück. Trauern wir den Umarmungen nicht nach, sondern freuen wir uns, dass wir uns wieder näherkommen dürfen. Schritt für Schritt, so wie sich die Jünger Schritt für Schritt aufmachten, um von Jesus zu erzählen.

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