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Schaufenster

Eine Rose im Frost Bild: pixabay.com

Beeilen wir uns zu lieben…

29. Oktober 2019 Von: Rafal Lupa

Oft kommt der Tod so schnell und unerwartet… "Beeilen wir uns die Menschen zu lieben, sie gehen so schnell." (Jan Twardowski)

Wenn die Kirche in diesen Tagen von Sterben und Tod spricht, dann will sie uns mit unserer eigenen Endlichkeit konfrontieren, die in unserer Spass- und Vergnügungsgesellschaft oft verdrängt wird.

Sie gehen so schnell

In diesen Novembertagen wird uns deutlicher denn je bewusst, dass unserem eigenen Leben Grenzen gesetzt sind. Wir spüren, dass auch für uns dieser ernste Moment des Lebens einmal kommt, an dem alle Masken, Titel und gesellschaftlichen Positionen fallen. Wenn ich diesen Text schreibe, kommt mir ein wunderschöner Satz des polnischen Priesters und Lyrikers Jan Twardowski in den Sinn: „Beeilen wir uns die Menschen zu lieben, sie gehen so schnell... “

Wir lieben ständig zu spät

Als Priester und Seelsorger hat Jan Twardowski viele Sterbende begleitet und Trauernde getröstet. Er hat immer wieder die Erfahrung gemacht, dass den Liebenden der Tod stets zu schnell kommt und dass vieles auf der Strecke bleibt. In einem anderen Gedicht schreibt er: „Wir lieben ständig zu spät und zu wenig“.

Liebe ist Vergebung

An Allerheiligen und Allerseelen überschreiten wir in unseren Gedanken und Herzen die Grenze des Todes und spüren eine tiefe Verbundenheit und Solidarität mit denen, die vor uns gegangen sind.

Damit bezeugen wir, dass auch für unsere lieben Verstorbenen die Grenze des Todes keine endgültige Grenze bleibt. Weil die Kirche in Christus eine Gemeinschaft von Lebenden und Toten ist, handelt sie im Geist der Stellvertretung. Und was ist der Mehrwert dieses Handelns? Wenn andere auch für mich beten und an meiner Stelle Gutes tun werden, kann ich mir in meinem Alltag Gelassenheit leisten. In seinen letzten Stunden fragte Twardowski „Was ist die Liebe?" und antwortete: "Liebe ist Vergebung” - gerade die Liebe den Verstorbenen gegenüber! 


Totengedenkfeier

Im Abendgottesdienst von Allerheiligen gedenken wir der Menschen, die seit dem letzten Allerseelentag in unserer Pfarrei gestorben sind. Alle werden namentlich erwähnt und für jede Person wird eine Kerze entzündet. Damit stellen wir ihr Leben ins österliche Licht hinein.

FR, 1. November, 17.30, Kirche St. Paul

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