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Gedanken zum Montag der 2. Osterwoche

Montag, 20. April 2020 Zuhause am PC

An dieser Stelle möchten wir Sie einladen, sich in die Lesungstexte des Tages hineinzuvertiefen. Wir geben Ihnen hier einen kurzen Gedanken und Anregungen für ein Gebet.

Die Lesungen des heutigen Tages finden sie hier
oder als PDF am Ende dieses Beitrags.

Zu den Lesungen die folgenden Gedanken von Winfried Bader.

Lesung: Apostelgeschichte 4,23-31

Es ist keine einfache Situation für die ganze Anhängerschaft von Jesus, in der sie sich in dieser Szene befinden. Wichtige Menschen von ihnen, Petrus und Johannes, wurden zwar gerade freigelassen. Doch die Situation ist Ernst: Diese Gefangenschaft und die Drohungen des Hohen Rats und der Priester sind eine aufkommende Gefahr für alle. In dieser Situation ist das erste, was sie tun, zu beten. Es ist spannend genau zu beobachten, wie ihr Gebet aufgebaut ist. Das hilft uns vielleicht auch selbst, in der zur Zeit für alle nicht einfachen Situation, selbst passende Worte des Gebets zu formulieren.

Das Gebet beginnt mit der Anrufung Gottes unter einem Titel: „Herr“. Für judäische Ohren damals verbirgt sich dahinter der „Adonai“ aus ihrer Heiligen Schrift, das ist der Name Gottes JHWH mit der Bedeutung: Ich-bin. Es ist die Anrufung Gottes mit seinem Namen. Es ist die Anrufung Gottes in der Gewissheit, er ist ein naher Gott.

Danach geht das Gebet weiter mit einem Rückblick. Die Betenden erinnern sich an eine gute Erfahrung mit Gott, erinnern sich an eine Gewissheit, aus der sie ihren Glauben haben:

„du hast den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen
und alles, was sie erfüllt;“

Er ist der Schöpfergott. Durch ihn ist all das ins Leben gekommen, was man sieht und wo man lebt.

Und das Gebet geht weiter mit einer zweiten Erinnerung. Die Betenden erinnern sich an ein Zitat aus ihrer Bibel, aus Psalm 2:

„Warum tobten die Völker,
warum machten die Nationen nichtige Pläne?
Die Könige der Erde standen auf

und die Herrscher haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Christus.“

In Psalm 2 wird eine schwierige Situation beschreiben. Die ganze Welt richtet sich da gegen Gott. Diese Situation wird dann aber in Psalm 2 gute gelöst, Gott und sein Messias setzen sich durch.

So schliesst sich im Gebet nun die Schilderung der aktuellen Situation an, die zu der Situation in Psalm 2 in Bezug gesetzt wird. Auch „in dieser Stadt“ haben die Menschen sich gegen „deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast“ – d.h. also den Messias – verbündet.

Jetzt erst, nach dem Erinnern und dem schildern der eigenen Notsituation kommt das Gebet zu dem, was wir oft bei unserem Beten sofort machen: Die Bitte. Es ist die Bitte um Kraft, um Freimut, damit weiterhin Heilungen und Zeichen im Namen Jesus geschehen können.

Versuchen Sie doch, Ihr Gebet heute auch zuerst mit guten Erinnerungen, die Sie in Ihrem Leben mit Gott gemacht haben, zu beginnen – Sie werden merken, die anschliessende Bitte bekommt eine ganz andere Qualität!

Segen

Gott, unser Schöpfer, segne uns.
Gott,
Sei du bei uns mit deinem Segen in diesen Tagen,
wie du es früher auch schon warst.
Gott,
Geleite du uns durch deinen Segen,
wie du das Volk Israel durch die Wüste geleitet hast.
Gott,
stärke uns mit deinem Segen,
wie du die VerkünderInnen der Auferstehung, Maria aus Magdala, Petrus und Johannes gestärkt hast.
Das gewähre uns in deinem Namen und im Namen Jesus Christus durch den Heiligen Geist.

Amen.

Weitere Informationen

Anmeldeschluss

Montag, 20. April 2020 , Wer gerne mit dem Pfarreiseelsorger Winfried Bader über die Tageslesungen in ein (schriftliches) Gespräch kommen will, kann seine Gedanken gerne hier an ihn richten.

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