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Schaufenster

Alpsegen am Wasser

5. September 2018 Von: Christine Suter

Die Werbung hielt, was sie versprach: Ein geselliger Abend mit Alpsegen, Alphorn, Apéro und Älplermagronen. Dazu kam noch herrliches Spätsommerwetter, welches die Kirchenterrasse zum idealen Begegnungsort machte.

120 Personen liessen sich von der speziellen Atmosphäre dieses Ortes über der Reuss, dem Blick auf die alten Museggtürme und der Abendstimmung verzaubern. Die wohltuenden Klänge des Alphorntrios „Alphornfrönde vom Pilatus“ mit Christoph Aerni, Fredy Kaspar und Erwin Rüedi rahmten den ganzen Abend musikalisch ein. Mitglieder des Leitungsteams der Pfadi Reuss kochten vor Ort Alplermagronen. Sicher wurden die Magronen so besonders gut, weil die Pfader einheitlich in den für den Anlass passenden „Sennenchuteli“ gekleidet waren.

Der junge Senn  Fabian Hurschler von der Gerschnialp ob Engelberg nahm den weiten Weg in die grosse Stadt auf sich, um für einmal hier den Alpsegen zu rufen. Die Tradition des Betrufs hat er vom Grossvater und Vater übernommen.  Der Betruf ist auf der  Gerschnialp eine gelebte Tradition, die während der Alpzeit noch jeden Abend stattfindet. Man spricht sich ab unter den Älpern. Ist der Betruf bis 21.30 Uhr noch nicht erfolgt, übernimmt dies automatisch der Senn der Nachbaralp. Den ganzen Sommer lang ist das Vieh alleine in den Bergen unterwegs und mit dem Betruf wird um Schutz für Vieh, Alp und Menschen gebeten. Im Interview mit Armin Huber gab Fabian Hurschler einen sympathischen Einblick in das Leben auf der Alp und den mit dem Betruf verbundenen Glauben an göttlichen Schutz für Mensch und Tier.

Gemeinsames Singen verbindet und gibt gute Laune. Dank dem Karli-Chor und dessen Leiter, David Beeler, durften dies wieder einmal alle am eigenen Leib erfahren. Frisch und frei erklangen Schweizer Volkslieder durch die milde Abendluft.  

 

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