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Die Kinder von Musigtraum und Mailino während eines ihrer Auftritte am Sternsingerfest in Wil. Foto: Missio, Martin Bernet

Prominenz in den Schatten gestellt

30. Januar 2014 Von: Urban Schwegler

Über 600 Kinder und Erwachsene feierten am 19. Januar in Wil das Jubiläum 25 Jahre Sternsingen in der Schweiz. Zu den Höhepunkten des Grossanlasses zählten ein afrikanischer Trommler, der Auftritt des Kinderliedermachers Andrew Bond oder die Grussworte von Bischof Markus Büchel. Die Stars des Tages aber waren die Kinder der Luzerner Chöre Musigtraum und Mailino.

Der 19. Januar wird den Kindern von Musigtraum und Mailino wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht weil sie an diesem Sonntagmorgen in aller Frühe aufstehen mussten, sondern weil sie vor ganz besonderer Kulisse auftreten durften. Fast 500 Kinder hatten sich mit ihren rund 150 erwachsenen Begleiterinnen und Begleitern im Stadtsaal in Wil zum Sternsinger-Fest eingefunden. Sie alle wurden eingeladen vom Hilfswerk Missio, das den Sternsingerinnen und Sternsingern der Schweiz für ihren geleisteten Einsatz in den letzten 25 Jahren Danke sagen wollte. Schliesslich sind sie es, die das Geld sammelten, mit dem in einem Vierteljahrhundert unzählige Projekte für Kinder und Jugendliche in aller Welt unterstützt wurden.

Nicht ganz alltäglich

Am Sonntagmorgen blickten die Sternsinger auf ihre Geschichte zurück. Der aus der Demokratischen Republik Kongo stammende Sänger Abaya Dialunda sorgte für Hochstimmung. Zwischen den einzelnen Programmblöcken sangen die Mailino- und Musigtraum-Kinder ihre zum Teil selbst komponierten Lieder von Sternen, Träumen und Wünschen. «Zwar blendeten die Scheinwerfer und der riesige Beamer », wie Elena meinte, doch das trübte nicht ihre Freude, beim Fest an so prominenter Stelle dabei zu sein. «Ich habe noch nie vor so vielen Leuten gesungen», bestätigte auch ihre Kollegin Maria. Dass gerade die beiden Chöre aus den Luzerner Pfarreien St. Johannes (Musigtraum) und St. Josef (Mailino) an diesem Tag das grosse Rampenlicht geniessen durften, lag daran, dass sie bereits das extra für das Sternsingerjubiläum geschaffene Lied «Mir gänd enand d’Händ» eingesungen hatten. Auch Mark Steffen, Gründer und Leiter von Mailino und Musigtraum, freute sich über den nicht ganz alltäglichen Auftritt seiner Chöre. «Solche Anlässe machen den Kindern riesigen Spass. Begleitet von einer Band und vor diesem tollen Publikum zu singen, ist für sie sehr motivierend. Ebenso wertvoll ist es, einen solchen Tag gemeinsam zu erleben.»

Mehrsprachig und im Kanon

Auf der gleichen Bühne wie die Kinder aus Luzern sang und spielte am Nachmittag des Festes auch Andrew Bond, der mit Liedern wie zum Beispiel «Zimetschtern han i gern» bei den Kids grosse Beliebtheit geniesst. Bond hatte die Kinder und Jugendlichen auf seiner Seite. Die Sternsinger werden sich daran erinnern können, dass sie in Wil auf züridütsch, englisch, amerikanisch, chinesisch und eskimo gesungen haben. Der evangelisch-reformierte Kinderliedermacher hatte gegenüber den katholischen Sternsingern überhaupt keine Berührungsängste. Er findet es vielmehr beeindruckend, dass sich so viele Kinder bereit erklärten, «mit ihrer Kirche etwas Tolles auf die Beine zu stellen». Am Fest anwesend war auch der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, der St. Galler Bischof Markus Büchel. Dieser war nach Wil gekommen, um den Kindern für ihr Engagement zu danken. «Gut, dass es die Sternsinger gibt», freute sich Bischof Büchel. «Verbreitet die Freude weiter, die ihr zu den Menschen gebracht habt.» Doch Prominenz hin oder her. Die besonderen Stars am Sternsingerfest blieben die Chorkinder aus Luzern. Weitere Impressionen vom Sternsingerfest am 19. Januar

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