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IG Kirchenasyl fordert Erklärungen vom Regierungsrat

13. November 2019 Von: Daniel Lay

Die Pfarrei St. Leodegar im Hof gewährte einer tschetschenischen Mutter und ihrer traumatisierten Tochter Kirchenasyl. Am 11. November wurden die beiden verhaftet und am Tag darauf ausgeschafft. Die IG Kirchenasyl protestiert gegen dieses Vorgehen und fordert mit einer Unterschriftensammlung Erklärungen vom Luzerner Regierungsrat zum unverhältnismässigen Vorgehen. Den Link zum Unterschriftenbogen finden Sie unten am Protestschreiben.

Protestschreiben und Petition an den Regierungsrat des Kantons Luzern zur gewaltsamen Ausschaffung der 12jährigen Dana und ihrer Mutter

Wir sind fassungslos und empört über die gewaltsame Ausschaffung der 12jährigen D. und ihrer Mutter nach Belgien. Wir protestieren gegen das unverhältnismässige Vorgehen und sind sehr enttäuscht, dass die Luzerner Regierung mit einer Härte – die ihresgleichen sucht – gegen die Familie vorgegangen ist. Ein ohnehin schwer traumatisiertes Kind wurde von der Polizei aus der Klasse abgeholt und während der Ausschaffung eingeschüchtert. Wir konnten uns alle nicht von unserer Freundin und unserer Klassenkameradin verabschieden. Das finden wir unmenschlich. Wir erwarten eine Erklärung der Luzerner Regierung zu diesem Vorgehen. In der Präambel unserer Bundesverfassung heisst es, «dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen» – wir schämen uns für das Vorgehen der Luzerner Regierung, die mit dieser Ausschaffung dem Geist der Bundesverfassung zuwider gehandelt hat. Wir fordern Gerechtigkeit und ein menschenwürdiges Handeln, welches vor allem das Kindeswohl in den Mittelpunkt setzt. Kein Kind ist illegal. So etwas darf in unserem Kanton nie wieder geschehen.


Unterschriftenbögen zum Download

Unterschriftenbögen zur Unterstützung der 12jährigen D. und ihrer Mutter können unter www.kathluzern.ch/protestschreiben heruntergeladen werden.

Online-Petition unterstützen

Auch mit einer Online-Petition können die 12jährige D. und ihr Mutter unterstützt und der Luzerner Regierungsrat zu einer Stellungnahme aufgefordert werden.

Übergabe Protestschreiben und Unterschriften

Die Unterschriften und das Protestschreiben werden am Mittwoch, 20. November 2019, um 14.30 Uhr vor dem Regierungsratsgebäude der Luzerner Regierung übergeben. Volle Unterschriftenbögen können auch an folgende Adresse zurückgesendet werden: IG Kirchenasyl
c/o Katholische Kirche Stadt Luzern
Brünigstrasse 20
6005 Luzern

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