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Filmtipp: Architektur der Unendlichkeit

26. Januar 2019 Von: Charles Martig

Sie ist ausgesprochen faszinierend: die Feldkapelle Bruder Klaus von Peter Zumthor. Der dokumentarische Essay «Architektur der Unendlichkeit» eröffnet mit diesem stimmigen Bauwerk, das durch seine Spiralform im Innenraum die Seele in die Höhe zu tragen scheint. Ähnlich wie gotische Kirchen in Frankreich funktionieren auch die Kirche des Klosters Mariastein oder die luftige Kolumba, das von Zumthor geschaffene Kunstmuseum des Erzbistums Köln, als räumliche Transzendenz-Annäherungen.

er Film versucht virtuos, sakrale Bauten in einen Dialog mit modernen Werken zu setzen. So hat auch die Halle des Hauptbahnhofs Zürich für den Regisseur Christoph Schaub eine Aura, eine Energie, die die beschreibbare Sinneswahrnehmung übersteigt. Auf seiner Suche nach dieser Form der Transzendenz macht er sich auf nach Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Schweden. Im Dialog mit Architekten und Künstlern erkundet er das Tiefgründige in Raum und Struktur. So ist der Zürcher Architekt Peter Märkli von romanischen Kirchen aus der Saintonge fasziniert und zitiert den Gelehrten Nikolaus von Kues. Die Geschichte verbindet sich mit der Moderne, christliche Sakral-Architektur mit der Suche nach einer Architektur der Unendlichkeit. Dieser Dokumentarfilm macht die emotionale Wirkung von Räumen erlebbar und stellt wesentliche philosophische Fragen. Schaub begibt sich auf eine meditative Suche nach dem Unendlichen in der Endlichkeit unserer Welt.

Der Film «Architektur der Unendlichkeit» läuft ab Donnerstag, 31. Januar im Kino Bourbaki.

Trailer «Architektur der Unendlichkeit»

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