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Regula Erazo pflanzt den Apfelbaum - ihren Anerkennungspreis als Corona-Heldin - im Quartier Garten Michael.

Apfelbaum ehrt Corona-Heldin Regula Erazo

25. November 2020 Von: mm | dl

An der diesjährigen Bundesfeier auf dem Rütli zeichnete Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga 54 Corona-Heldinnen und -Helden aus. Aus dem Kanton Luzern wurde Regula Erazo für ihren Einsatz für Sans-Papiers während des Lockdowns geehrt. Als Anerkennung erhielt die ehemalige Stellenleiterin der Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers einen Hochstamm-Apfelbaum, der nun im Quartier Garten Michael eingepflanzt wurde.

Während der ersten Corona-Welle suchten über 200 Sans-Papiers die Beratungsstelle auf, da sie ihre Arbeit verloren hatten und ihnen auch Obdachlosigkeit drohte. Regula Erazo beschrieb anlässlich der Apfelbaum-Pflanzung eindrücklich die herausfordernde Situation, als das ganze Team quasi über Nacht eine Nothilfestruktur aufbauen musste, um den Bedürfnissen der Sans-Papiers entsprechen zu können. Selbst wenn ihr viele dramatische Schicksale von Sans-Papiers bekannt sind, waren alle Beteiligten sehr überrascht über die grosse Zahl von Sans-Papiers in Luzern.

Dank Spendenmitteln konnte die Beratungsstelle unbürokratische Nothilfe leisten. Spenden erhielt der Verein von der Glückskette und anderen Stiftungen, Einzelpersonen und kirchlichen Institutionen. Auch die Stadt Luzern sprach einen einmaligen Beitrag dem Notfallfonds der Stelle gut.

Segenslieder und Dank der Stadt

Der Apfelbaum, den Erazo als Anerkennungspreis von Simonetta Sommaruga erhielt, wurde nun im Quartier Garten Michael gepflanzt. Er zeugt nun von der Solidarität mit dieser sonst sehr an den Rand gedrängten Personengruppe der Sans-Papiers und rückt diese für einmal in den Mittelpunkt.

Der Baum wurde mit Wünschen in Form von Sternen dekoriert. Unter anderem wünschen sich die Sans-Papiers eine Arbeitsbewilligung, dass alle Menschen gesund werden, dass es mehr Toleranz gibt und sie ein Leben in Würde führen können. Eine Sans-Papiers sang zwei Segenslieder aus ihrer Heimat, was alle Anwesenden sehr berührte.

Den Dank der Stadt überbrachte der stellvertretende Leiter der sozialen Dienste der Stadt Luzern, Josef Lingg.


Katholische Kirche Stadt Luzern unterstützt Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers

Die Katholische Kirche Stadt Luzern unterstützt die Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers, die in Räumen der Pfarrei St. Anton eingemietet ist, finanziell und durch den Fachbereich Migration & Integration.

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