Katholische Kirche Stadt Luzern  /  Schaufenster

Schaufenster

Wie herrlich ist es, im frischen Pulverschnee der Spätnachmittagssonne entgegen zu wandern.

Auf Schneeschuhen dem Nebel entfliehen

10. Februar 2015 Von: Jürgen Rotner

Anlässlich des Wahlprogramms zur Firmvorbereitung stiegen sechs Jugendliche mit Schneeschuhen von Langis in die Höhe. Sie erlebten dabei wunderbare Momente, als sich der Nebel auflöste, und spürten, wie ein Feuer in der Kälte das Gefühl von Geborgenheit vermittelt.

Am Sonntagmorgen, 18. Januar, versammelten sich sechs junge Menschen aus den Firmkursen des Pastoralraums Luzern mit dem Survival-Instruktor Titus Bürgisser und Rektor Jürgen Rotner am Osteingang des Bahnhofs Luzern, um zur Schneeschuh-Tagestour des Wahlprogramms aufzubrechen. Mit dem Postauto ging es hinauf ins Langis, wo uns dichter Nebel und Pulverschnee erwartete. Nachdem wir uns mit teils dazu gemieteten Schneeschuhen und Stöcken ausgerüstet hatten, starteten wir unsere Tour.

Ein Feuer ganz ohne Zündhölzli oder Feuerzeug

Schon bald hielten wir wieder an, und Titus Bürgisser machte uns am Beispiel einer Esche darauf aufmerksam, was die Natur für das Überleben bereit hält, in diesem Fall die kleinen Blattknospen, die wir alle probierten. Nach längerem Aufstieg, bei dem wir die wundersame Stimmung des sich aufklarenden Nebels miterleben konnten, fanden wir das Plätzchen für unsere Mittagsrast. Wir beobachteten staunend, wie mit Hilfe eines Bogendrills Feuer «gebohrt» und mit der Glut ein Feuer entfacht wird. Dieses platzierten wir auf einem dünnen Blech, um den Waldboden nicht zu schädigen und kochten eine feine Bouillon mit Tortellini. Wir erfuhren am eigenen Leib, wie durch ein Feuer in einer verschneiten Waldlichtung das Gefühl von Daheimsein entsteht.

Zum Abschluss eine Schneedusche

Nach dem Essen und Ausruhen waren wir gestärkt für ein paar Winterspiele im Schnee, die uns ganz schön aus der Puste brachten. Noch ein Schluck Tee aus der Thermoskanne und weiter ging es bis unter den Grat, wo wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt wurden. Aus dem Nebelmeer im Tal erhoben sich die tief verschneiten Bergketten, die einen strahlenden Kontrast zum tiefblauen Himmel abgaben. Der Abstieg ging dann recht flott, der Versuch, auf einer mitgenommenen Blache noch schneller hinunter zu rutschen, scheiterte allerdings. Schon fast wieder zurück im Langis genehmigten wir uns eine Schneedusche und erreichten rechtzeitig den letzten Bus hinunter nach Sarnen. Mit der Heimfahrt im Zug beendeten wir dieses wunderschöne und zugleich lehrreiche Gemeinschaftserlebnis.

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